Damit kann das rund 21,5 Kilometer lange Projekt nun starten. In der Planungsvereinbarung wird die Zusammenarbeit während der Vorplanung bis zur Festlegung des Trassenverlaufs des Radschnellweges geregelt. Die Federführung für die Planung liegt beim Regierungspräsidium Karlsruhe. Über das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg wurde eine Bundesförderung in Höhe von 75 Prozent der voraussichtlichen Planungskosten beantragt.

Radroute soll in Grünwinkel enden

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat diese Förderung mit circa 700.000 Euro bewilligt. Verkehrsminister Winfried Hermann in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Karlsruhe: "Damit der Radschnellweg auch schnell realisiert wird, bedarf es der guten Zusammenarbeit aller Verantwortlichen. Der Grundstein dafür ist gelegt!"

Symbolbild.
Symbolbild. | Bild: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Während das südliche Ende des Radschnellwegs voraussichtlich am Bahnhof Rastatt liegt, befindet sich der nördliche Endpunkt in Karlsruhe voraussichtlich im Stadtteil Grünwinkel beim Westbahnhof. Dort besteht zukünftig ein Anschluss an die von der Stadt Karlsruhe geplante Radsüdtangente, die weiter bis zum Bahnhof Karlsruhe-Durlach führt.

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Die Radsüdtangente ist Bestandteil der Planung "Ringroute Radschnellverbindung" um Karlsruhe. Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder hebt die Vorteile des Radschnellwegs für Pendlerinnen und Pendler hervor: "Der Radschnellweg ermöglicht zukünftig ein zügiges Radfahren und ist damit insbesondere für Pendler attraktiv, die schnell von A nach B kommen möchten."

Für den Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup ist der Radschnellweg eine ideale Ergänzung zu den innerstädtischen Zweirad-Routen: "Klimaschutz und Verkehrsplanung machen nicht an den Stadtgrenzen halt. Auch bei der Förderung des Radverkehrs müssen wir vernetzt denken und handeln."

Planungsaufgaben liegen beim Regierungspräsidium

 Der Radschnellweg Karlsruhe – Rastatt wird als Landesstraße klassifiziert, daher ist das Land Baden-Württemberg auf der "freien Strecke" zwischen den beiden Städten Baulastträger. Für die jeweiligen Endabschnitte auf ihrer Gemarkung sind die Stadt Karlsruhe beziehungsweise die Stadt Rastatt Baulastträger und somit für die Planung, den Bau sowie später den Betrieb und die Unterhaltung der Verbindung zuständig.

In den ersten Planungsphasen wird nun im Rahmen einer Variantenuntersuchung der zukünftige Trassenverlauf erarbeitet werden. Die hierfür erforderlichen Planungsaufgaben übernimmt federführend das Regierungspräsidium Karlsruhe.

 
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