Die erste Bilanz der Stadt Karlsruhe ist positiv: "Zahlreiche Karlsruher halten den Händlern und Gastronomen der Stadt auch während des Shutdowns die Treue", so die Stadt in einer Pressemeldung. Viele Bürger würden bei den Läden vor Ort online oder per Telefon bestellen und den kostenlosen Lieferservice der Fahrradkuriere nutzen.

Kaiserstraße Bahnen Haltestelle Bahnverkehr
In Zeiten ohne Pandemie ist die Einkaufsstraße "Kaiserstraße" zu fast jeder Tageszeit gut besucht. | Bild: Needham|Mohawkvisuals

Die Händler können sich und ihr auf die Corona-Zeit angepasstes Angebot auf einer Plattform eintragen, damit die Kunden sie schnell und unkompliziert finden können.  

Rund zwei Wochen nach dem Start haben sich rund 120 Einzelhändler und 91 Gastronomiebetriebe an der Aktion beteiligt. "Die Webseiten zur Aktion verzeichnen mit über 2.000 Besuchern pro Tag durchgängig hohen Zuspruch", teilt die Stadt Karlsruhe mit.

"Zusammenhalt ist in Karlsruhe nicht nur ein Wort"

"Der große Zusammenhalt in Karlsruhe macht mich stolz", sagt Oberbürgermeister Frank Mentrup. "Die Menschen in unserer Stadt zeigen in diesen Tagen, dass sie füreinander einstehen: Wenn es darum geht, den Einzelhandel in der Stadt am Leben zu halten, aber auch mit vielen innovativen Ideen, die das Leben während der derzeitigen Krise für alle angenehmer machen und mit gelebter Solidarität. Zusammenhalt ist in Karlsruhe nicht nur ein Wort, sondern ein Lebensgefühl."

Oberbürgermeister Mentrup
Oberbürgermeister Frank Mentrup informiert bei einem Pressegespräch über die Corona-Pandemie. | Bild: Marlene Witke

Für Kunden im Karlsruher Stadtgebiet wurde ein kostenloser Lieferservice mit Fahrradkurieren auf die Beine gestellt. So waren am Montag, 6. April, über 250 Rad-Lieferfahrten in der Fächerstadt unterwegs. 

"Da kann kein Onlinehandel mithalten"

"Die Zusammenarbeit mit den Radkurieren ist ein großes Plus: Von der Bestellung bis zur Lieferung beim Kunden vergehen oft weniger als zwei Stunden - da kann kein Onlinehändler mithalten", so Frank Theurer, Geschäftsführer der Cityinitiative Karlsruhe (CIK). Das bedeutet: Wer seine Bestellung rechtzeitig zu Ostern bekommen möchte, kann auch bei den lokalen Händlern einkaufen.

Doch nicht nur der Handel - auch die Kultur soll gefördert werden: Auf dem gleichen Webportal finden sich die digitalen Angebote der Karlsruher Kultureinrichtungen. Von virtuellen Rundgängen durchs Museum über Audio-Lesungen bis hin zu Live-Theater im Videostream sind dort einige Möglichkeiten vertreten.

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