Denn die erste Ampel wurde "erst" vor rund 62 Jahren am Karlstor aufgestellt, genauer gesagt an der Kreuzung von Kriegs-und Karlsstraße. Damals war noch nichts mit Rotlicht: Mittels Zeigern gab die sogenannte Heuer-Ampel den Verkehrsteilnehmern zu verstehen, wann sie an der Reihe waren.

250 Ampeln leuchten in Karlsruhe

"Die Scheiben hingen mittig über der Kreuzung und zeigten den Autos in den Zufahrten an, wann sie in die Kreuzung einfahren konnten und wann nicht", erklärt Jan Saal, Sachgebietsleiter für Verkehrssteuerung und Verkehrstechnik beim Tiefbauamt der Stadt Karlsruhe. "Die erste Ampel, so wie wir sie heute kennen, also mit Rot, Gelb und Grün als untereinander angeordnete Leuchtfelder, wurde 1955 an der Kreuzung Rheinstraße/Hardtstraße aufgestellt." Knapp zehn Jahre später, im Juli 1964, wurde die letzte Heuer-Ampel in Karlsruhe abgeschaltet.

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Alleine musste die erste Ampel in der Fächerstadt nicht lange leuchten: Aktuell gibt es laut Tiefbauamt 250 Ampeln in Karlsruhe. "Hinzu kommen zirka 60 Lichtsignalanlagen, die im Stadtgebiet von den Verkehrsbetrieben betreut werden", so Saal. Darunter fallen Anlagen für den Fußgänger, Rad- oder Autofahrer, die nur in Betrieb gehen, wenn eine Straßenbahn queren will.

Ein Blick in die Geschichte: Explosionen, Rot-Gelb-Grün und eine Kulturrevolution

Warum eine der ersten Ampeln 1868 in London explodierte, wer als Erfinder der Ampeln gilt, woher die Farben stammen und was das die Ampel mit einer Kulturrevolution in China zu tun hat, erfahren Sie in unserer Klickgalerie:Hier geht es zu den kuriosen Fakten aus 100 Jahren Ampelgeschichte.

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