Laut Polizei hatte der Junge mit seinem Fahrrad gegen 8.05 Uhr im Bereich der Thomas-Mann-Straße die Straßenbahngleise westwärts überqueren wollen und war trotz einer Notbremsung von einer stadtauswärts fahrenden Bahn der Linie S2 erfasst worden. Zu allem Unglück geriet er in der Folge unter das Fahrzeug, so dass der herbeigeeilte Notarzt letztlich nur noch seinen Tod feststellen konnte.

Notfallseelsorger betreuen Unfallzeugen und Angehörige

Nach den ersten Ermittlungen der Verkehrspolizei hatte der Junge, der auf dem Weg zur Schule war, die nahende Bahn offenbar übersehen. Berufsfeuerwehr und Rettungsdienste waren sofort zum Unfallort geeilt. Sie konnten den Jungen erst nach Einsatz von schwerem Arbeitsgerät durch Anheben der Bahn bergen.

Die Bahnführerin erlitt einen schweren Schock und musste sich nach der Erstversorgung durch einen Notarzt in weitere ärztliche Behandlung begeben. Zudem wird sie vomKriseninterventionsteam der Verkehrsbetriebe betreut. Zur Betreuung von Angehörigen, Unfallzeugen und Mitschülern des Jungen wurden darüber hinaus acht Notfallseelsorger hinzugezogen. Wegen des Unfalls war der Bahnverkehr in beiden Richtungen bis gegen 10.35 Uhr unterbrochen. In dieser Zeit war ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Die Meldung wurde im Laufe des Vormittags mehrfach aktualisiert.
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