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Karlsruhe: "Man sollte jetzt endlich mal zum Ende kommen!": Das sagen die Bürger zur Südumfahrung Hagsfeld

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"Man sollte jetzt endlich mal zum Ende kommen!": Das sagen die Bürger zur Südumfahrung Hagsfeld

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    "Man sollte jetzt endlich mal zum Ende kommen!": Das sagen die Bürger zur Südumfahrung Hagsfeld
    "Man sollte jetzt endlich mal zum Ende kommen!": Das sagen die Bürger zur Südumfahrung Hagsfeld Foto: Melissa Betsch

    "Wir brauchen keine Umfahrung!" - Sätze wie dieser werden am Donnerstagabend noch öfter durch die Gaststätte Rintheimer Stuben fliegen. Bei der Bürgerversammlung sollen sich die Anwohner von Rintheim und Hagsfeld über die geplante Umfahrung informieren können. 

    Von der A5 über die Ackerflächen zwischen den beiden Stadtteilen hinweg bis auf die Haid-und-Neu-Straße, die als Landstraße 560 Richtung Norden verläuft, soll die sogenannte "Südumfahrung Hagsfeld" oder "Nordumfahrung Rintheim" entstehen. Sie soll die dortigen Straßen vom Durchgangsverkehr entlasten. Trotz dessen sind viele Bürger von dem umstrittenen Bauwerk, das an einen Teil der ehemaligen Nordtangente anknüpft, noch nicht überzeugt.

    "Für uns Rintheimer ist das einfach schade"

    Besonders an den angedachten Lösungen zur Überquerung der dortigen Bahngleise - entweder mit einer Brücke für 55 Millionen Euro, oder mit einer Unterführung für 70 Millionen Euro - scheiden sich die Geister. "Wenn ich die geplanten 24.000 Fahrzeuge über diese Brücke führen würde, habe ich nicht nur den Lärm, sondern auch die Verschmutzung und diese ist nirgendwo wirklich berücksichtigt", erklärt der Rintheimer Harald W. nach der Versammlung im Gespräch mit ka-news.de.

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    Foto: ka-news.de

    "Das sind beides Straßen, die Rintheim von Hagsfeld abschneiden und dass man dann auch noch die einzige Grünfläche zunichte macht, die wir in Rintheim noch haben, ist für uns Anwohner einfach schade", so Harald W. weiter.

    Bürgerbeteiligung hat auch Nachteile

    Dennoch: Die hohe Bürgerbeteiligung im Rahmen des Projektes freut ihn: "Es ist schön, dass die Stadt sich hier drum kümmert, allerdings vertritt doch der ein oder andere Bürger hier die Ansicht, dass das am Ende nicht viel bringen wird. Jedem kann man es schließlich nicht recht machen", sagt der Rintheimer.

    Ähnlich sieht das auch Wolfgang Herr. "Ich finde die Bürgerversammlungen gut, habe aber auch festgestellt, dass es sich hierbei oft nur um Angelegenheiten dreht, aus denen die Leute selbst einen Vorteil schlagen können. Es wird wenig an die Allgemeinheit gedacht", meint er gegenüber ka-news.de am Rande der Bürgerinfo.

    Wolfgang Herr, seine Familie ist schon seit vier Generationen von der geplanten Umfahrung betroffen.
    Wolfgang Herr, seine Familie ist schon seit vier Generationen von der geplanten Umfahrung betroffen. Foto: Melissa Betsch

    "Es ist gut, wenn sie jetzt dann endlich mal etwas bauen würden"

    Auf die Frage, ob er einen Appell an die Verantwortlichen aus Stadt, Architekten und Tiefbauamt habe, sagt er entschlossen: "Ich bin der Meinung, sie sollten endlich einmal zum Ende kommen. Die Diskussion wird jetzt schon seit 90 Jahren geführt, unsere Familie ist seit vier Generationen mit dem Projekt befasst. Es ist gut, wenn sie jetzt dann endlich mal etwas bauen würden."

    Helmut Rempp, Vorsitzender des Bürgervereins Rintheim, im ka-news.de-Interview:

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