Wie Alpine Bau auf Anfrage von ka-news mitteilt, fänden derzeit zwar Verhandlungen mit Kreditinstituten statt, akute Liquiditätsprobleme habe die Firma aber nicht. Auch der Firmeneigentümer habe bereits seine volle Unterstützung zur Garantie der Zahlungsfähigkeit zugesichert.

Alpine hat Wirtschaftsberater beauftragt

In einer Stellungnahme des Unternehmens heißt es außerdem: "Vor dem Hintergrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere auch für die Bauwirtschaft in Südost- und Osteuropa, hat die Alpine-Holding bereits zu Beginn des heurigen Jahres ein Change-Programm unter dem Titel 'Alpine 2015' initiiert. Um volle Transparenz zu schaffen, wurde im Zuge dessen ein renommierter Wirtschaftsberater mit der umfassenden Aufarbeitung und Evaluation der Situation beauftragt." Das Unternehmenskonzept solle eine Neuausrichtung erfahren, die nachhaltige Entwicklung gesichert werden.

Der österreichische Baukonzern baut international Straßen, Autobahnen, Tunnel, Kraftwerke, Stadien, Eisenbahn- und U-Bahn-Anlagen, Brücken, Wohn-, Gewerbe- und Industrieanlagen. Die Firma ist Teil der FCC Gruppe, eines Mischkonzerns mit Sitz in Madrid, der die Bereiche öffentliche Dienstleistungen, Infrastruktur, Umweltservice und erneuerbare Energien abdeckt.

Kasig verweist auf Stellungnahme von Alpine Bau

Das Portal "profil online" hatte unter Berufung auf ein internes Dossier berichtet, dass die Alpine Bau GmbH in akuten Zahlungsschwierigkeiten stecke. Dem Konzern fehlten bis Ende der Woche 31 Millionen Euro, um überhaupt weiter wirtschaften zu können. Drohende Wertberichtigungen von 300 oder 400 Millionen Euro seien dabei unter anderem aus falsch abgerechneten und gefährdeten Projekten entstanden.

Im Februar 2010 hatte Walter Casazza, Geschäftsführer der Kasig, bekannt gegeben, dass die Rohbauarbeiten für den Stadt- und Straßenbahntunnel der Kombilösung an Alpine Bau vergeben wurde. Der Auftragsvergabe war ein EU-weiter Teilnahmewettbewerb vorausgegangen, bei dem sich fünf Bietergemeinschaften qualifiziert hatten. Die Kasig verweist auf ka-news-Anfrage auf die offizielle Stellungnahme von Alpine Bau.

Alle weiteren Informationen zur Kombilösung finden Sie im Dossier von ka-news.

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