Die Südseite des Karlsruher Hauptbahnhofs wurde in den vergangenen Jahren im Zuge vieler Maßnahmen neu gestaltet. Erst Ende 2023 ließ man zum Beispiel 25 Klimabäume pflanzen.
Doch für Fußgänger sieht es östlich vom Südeingang, auf der Straße "Hinterm Hauptbahnhof" eher schlecht aus, wie ein ka-Reporter bemerkt. "Abschnittsweise gibt es hier keine nutzbaren Gehwege" schildert er der Redaktion in einer E-Mail.

Abruptes Ende des Gehwegs
"Der Gehweg endet auf der südlichen Straßenseite Richtung Ettlinger Straße abrupt, ohne dass hier eine Querungsmöglichkeit auf die nördliche Straßenseite angeboten wird", meint er konkret. Zudem werde am Rand der nördlichen Straßenseite - dem "Notgehweg" - zum Teil verbotswidrig geparkt.

"Ein baulich angelegter Gehweg auf der nördlichen Straßenseite beginnt erst deutlich weiter östlich, zwischen dem Ende des Gehwegs auf der südlichen Straßenseite und dem Beginn des Gehwegs auf der nördlichen Straßenseite. Auf einer Strecke von etwa 45 Metern existiert kein Gehweg", so der ka-Reporter. Fußgänger seien dadurch gezwungen, auf der Fahrbahn zu laufen - vor allem in der dunklen Jahreszeit sei das für Fußgänger jedoch unangenehm, wenn nicht gar gefährlich, führt der Leser weiter aus.
Als ka-news.de sich selbst von der Situation ein Bild machen will, kann die Redaktion den Verdacht bestätigen. Sobald es dunkel wird oder wieder Schnee liegt, laufen Fußgänger quasi auf unbekanntem Gebiet. Ein weiteres Problem: Straßenlaternen sind in dem Bereich ebenfalls Mangelware.

Was sagt die Stadt dazu?
Auf Nachfrage bei der Stadt Karlsruhe stellt sich indes heraus, dass die Situation der Verwaltung erst seit Januar bekannt ist. "Durch die lang andauernden verschiedenen Baustellenphasen am Bahnhof Süd hat sich der beschriebene Umstand dort so eingestellt", heißt es in einer E-Mail an ka-news.de. Belassen will es die Stadt so "selbstverständlich nicht". "
"Die Verwaltung wird kurzfristig Maßnahmen treffen, um eine Parkierung auf dieser Fläche zu verhindern und stattdessen ein Angebot für Fußgängerinnen und Fußgänger schaffen", heißt es. Doch wie soll dies konkret aussehen?

"Der bereits vorhandene abmarkierte Seitenstreifen wird als Gehweg ausgeschildert und mit ergänzenden Bodenpiktogrammen versehen", erklärt die Stadt. Die Umsetzung sei noch im Februar geplant. "Der genaue Zeitpunkt ist abhängig von den Witterungsverhältnissen, die Arbeiten im Straßenraum ermöglichen", so die Stadt weiter.
Im Endausbau des Straßenraums sei außerdem ein baulicher Gehweg geplant. Einen konkreten Umsetzungszeitpunkt hierfür kann die Stadt auf Nachfrage nicht nennen.