Journalisten reisen gerne - diese Behauptung stelle ich, Volontärin bei ka-news, hier und heute einfach mal so auf.

Fernweh in der ka-news-Redaktion

Natürlich kontert der kritische Leser unserer Seite jetzt: "Na klar, so gut wie jeder fährt gern in den Urlaub - egal ob Versicherungsvertreter, Heizungsmonteur oder eben Redakteur." Da hat er nicht Unrecht - jedoch gibt es einige Aspekte, die die Schreiberlinge von anderen Berufstätigen unterscheiden. Bei vielen von uns gehört es zum Job, verhalf es zum Job oder ist es unter den drei - in der Bewerbung - angepriesensten Charaktereigenschaften: Fernweh.

Karlsruhe ist eine schöne Stadt. Aber nicht zuletzt, um meine These zu belegen, muss ich zugeben: Einige meiner Kollegen sind nicht in der Fächerstadt geboren. Da haben wir Mitarbeiter, die aus dem Dreiländereck, Westdeutschland und dem hohen Norden stammen und - obwohl man sich im sonnigen Baden wohl fühlt - lockt der Ruf der Ferne und sorgt regelmäßig für die träumerische Gedankenversunkenheit der Kollegen kurz vor Feierabend.

Weltentdecker-Gen für den Berufswunsch?

Wenn es um den Jahresurlaub geht, werden gerne alle freien Tage zusammengekratzt, um dem weitentferntesten Reiseziel näher zu kommen. Neuseeland, Costa Rica, Nordafrika - am besten nur mit Rucksack, denn der Journalist braucht Abenteuer. Den Duft von Freiheit und fremden Gerüchen kennen viele der Kollegen schon von längerfristigen Auslandserfahrungen nach der Schulzeit. Egal ob Schuljahr in Finnland, Semester auf Island oder eingeschobene Weltreise - das Weltentdecker-Gen machte sich schon früh bemerkbar - und damit wahrscheinlich auch der Berufswunsch des Journalisten.

Zu guter Letzt noch ein kleines feines Argument, das Sie als Leser endgültig von meiner Theorie überzeugen muss: Während sich ein Metzgermeister wahrscheinlich lieber drinnen an einem fertigen Stück Fleisch zu schaffen macht, als das Schwein draußen erst einmal eigenhändig einzufangen, verhält es sich beim Journalisten anders: Egal ob es stürmt oder schneit, wir freuen uns stets rauszukommen und auf Pressekonferenzen zu gehen - und wenn diese mehr als zehn Minuten Anfahrt erfordern, weil sie außerhalb der Karlsruher Innenstadt stattfinden, bedeutet das die tägliche Dosis Wanderlust und Reisefreude.

Kleinigkeiten abseits des Tagesgeschäfts, Kuriositäten und was uns sonst noch durch den Kopf geht: Die ka-news-Kolumne erscheint immer am Mittwochnachmittag. Autoren sind im Wechsel die ka-news-Redakteure Felix Neubüser, Tabea Rueß, Moritz Damm und die ka-news-Volontäre Felix Brenner und Marie Wehrhahn. Hier gibt's früherer Kolumnen!

 
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