Das Badische Staatstheater in Karlsruhe steht vor einer umfangreichen Sanierung und Erweiterung. Um optimale bauliche Rahmenbedingungen zu schaffen, soll in den kommenden Jahren unter anderem ein Neubau für das Schauspielhaus entstehen, die Werkstätten und der musikalische Apparat sollen erweitert- und das bestehende Gebäude saniert werden.

Deshalb haben Vertreter der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung, des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, der Stadt Karlsruhe und des Staatstheaters zusammen mit beauftragten Planern in den vergangenen Monaten Szenarien für einen optimierten Bauablauf entwickelt und abgewogen.

Dabei wurden zwei Varianten vorgestellt: Die "Szenario D" und die "Szenario B".

Auch das Interieur ist etwas in die Jahre gekommen, es wirkt an vielen Ecken etwas düster.
Auch das Interieur ist etwas in die Jahre gekommen, es wirkt an vielen Ecken etwas düster. | Bild: Hammer Photographie

Varianten liegen im Kostenrahmen von 500 Millionen Euro

  • Szenario D sieht eine Bauzeit von rund zwölf Jahren vor. Zunächst entsteht der Neubau des Schauspielhauses, die Werkstätten und der musikalische Apparat werden erweitert. Im Anschluss wird das Bestandsgebäude saniert. Das Badische Staatstheater kann – wie bislang geplant - weitgehend am Hauptstandort bleiben. Aufführungen des Kleinen Hauses und des Großen Hauses würden zeitversetzt an einer anderen Spielstätte gezeigt.
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  • Szenario B hat mit etwa acht Jahren eine deutlich kürzere Bauzeit. Der Neubau des Schauspielhauses, die Sanierung des Bestandsgebäudes und die Erweiterung der Werkstätten und des musikalischen Apparats werden weitestgehend parallel umgesetzt. Dies wäre aber nur möglich, wenn Theater und Spielbetrieb komplett ausgelagert und eine Interimsstätte für den gesamten Theaterbetrieb bereitgestellt würde.

Die Gesamtbaukosten der Szenarien D und B liegen innerhalb des im Sommer im Verwaltungsrat vorgestellten Kostenrahmens von bis zu rund 500 Millionen Euro. Nutzerspezifische Kosten etwa für Interimslösungen, Personal und die Kosten für die Freianlagen sind nicht einbezogen.

Zuvor war als Kostenrahmen immer wieder von  zirka 300 Millionen Euro die Rede.

 

Badisches Staatstheater Entree
Ungefähr so soll das Badische Staatstheater einmal aussehen | Bild: Delugan Meissl Associated Architects/Wenzel+Wenzel

Szenario D soll als "optimierte Variante" umgesetzt werden

Der Verwaltungsrat nahm den Bericht des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg zur Kenntnis und empfahl, Szenario D als optimierte Variante der bisherigen Bauablaufplanung weiter zu verfolgen.

Da Theater- und Baubetrieb in diesem Szenario über etliche Jahre hinweg nebeneinander stattfinden, muss im Vorfeld genau geklärt werden, wie ein wirtschaftlicher Bauablauf und die künstlerische Arbeit des Theaters gleichzeitig gewährleistet werden können.

Vermögen und Bau und das Badische Staatstheater wurden deshalb beauftragt, hierzu verbindliche Absprachen auszuarbeiten.