Homeoffice, ein gemütlicher Filmabend auf Netflix oder die Weihnachtsgeschenke online bestellen. Eine stabile Internetverbindung ist heutzutage unerlässlich - fast schon unverzichtbar. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn auf der Datenautobahn nichts mehr geht und man von der Welt des Internets abgeschnitten ist. 

Vodafone-Ausfall in Knielingen

So erging es in dieser Woche mindestens drei ka-news.de-Lesern aus Karlsruhe - genauer gesagt aus Knielingen. Sie saßen, was ihre Wlan-Verbindung angeht, auf dem Trockenen. In der Folge wendeten sich alle drei unabhängig voneinander per Mail als ka-Reporter an die Redaktion von ka-news.de. 

Im Geschäftsjahr 2019/20 lag der Ökoanteil am Stromverbrauch bei Vodafone noch bei 33 Prozent - ab Juli dieses Jahres sollen es 100 ...
Im Geschäftsjahr 2019/20 lag der Ökoanteil am Stromverbrauch bei Vodafone noch bei 33 Prozent - ab Juli dieses Jahres sollen es 100 Prozent sein. | Bild: Federico Gambarini/dpa

Als Erstes schreibt Markus Hamburger. "Seit Sonntag 5.30 Uhr ist in Teilen von Knielingen 2.0 das Kabelnetz von Vodafone ausgefallen. Sowohl das Internet als auch das TV-Angebot sind davon betroffen. Mich wundert, dass selbst nach über 50 Stunden Ausfall noch keine Meldung hierzu auf ka-news.de erschienen ist. Ein so langer Ausfall ist ungewöhnlich", schreibt er. 

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Hamburger würde eigenen Angaben zufolge zwei verschiedene Anschlüsse bei Anbieter Vodafone nutzen. Einmal in seiner Privatwohnung, der zweite in seinen Geschäftsräumen in Knielingen. Von Vodafone habe es während der Störung keine Hilfe gegeben. Netzassistent und Vodafone Chatbot "Tobi" habe für Knielengen keine Störung feststellen können. 

Zwei weitere Vodafone-Kunden berichten

Besonders ärgerlich für den ka-Reporter: "Meine Mitarbeiter können weder vor Ort noch aus dem Homeoffice arbeiten, da wir als Softwareentwickler das Internet für die Arbeit bei den Kunden benötigen."

Mobilfunkmasten
Bild: Daniel Reinhardt/dpa

Ähnliches berichtet Dominik Jakob, ebenfalls aus Knielingen. Weite Teile des Karlsruher Stadtteils seien seit Sonntagmorgen ohne Internet, auch sein TV  würde streiken. Jacob nennt eine erste Hausnummer: 600 Haushalte sollen von der Störung betroffen sein. 

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Andreas Fitting, der dritte ka-Reporter im Bunde meldet das gleiche Problem. Kein Internet und kein TV seit Sonntagfrüh. Er spricht von 618 betroffenen Haushalten und trifft damit voll ins Schwarze. 

Was sagt Vodafone?

Als ka-news.de den Mobilfunkanbieter mit den Schilderungen der drei ka-Reporter konfrontiert, bestätigt der Konzern die Störung, die tatsächlich 618 Vodafone-Kunden betraf. Laut Vodafone gab es von "Sonntag, 11. Dezember, um 5 Uhr bis Dienstag, 13. Dezember, um 10 Uhr eine lokale Störung in einem sehr kleinen Teil seines Kabelnetzes in Karlsruhe."

Eine Box mit dem Logo von Vodafone steht in einem Shop des Unternehmens vor einem Logo von Unitymedia.
Eine Box mit dem Logo von Vodafone steht in einem Shop des Unternehmens vor einem Logo von Unitymedia. | Bild: Sebastian Gollnow/dpa

Weiter heißt es: "In Knielingen waren Kabel TV, Internet und Festnetz-Telefonie vorübergehend nicht verfügbar. Ursache war ein Anbindungsfehler auf genau dem unterirdischen Kabelstrang, über den diese 618 Kunden an das Festnetz angeschlossen sind. Die Reparaturarbeiten waren in der Planung und Ausführung sehr aufwendig, denn es waren zwingend Tiefbauarbeiten erforderlich."

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Laut Vodafone bereitete der örtliche Dienstleiter seit Bekanntwerden der Störung die eigentlichen Reparaturarbeiten intensiv vor. Dazu erfolgten Messungen aller Netzelemente und eine Bestandsaufnahme vor Ort. Anschließend wurde das genaue Reparaturkonzept erstellt.

Störung am Dienstag beendet

Die Reparaturen starteten dann am Dienstagvormittag. "Dabei wurde ein defektes Bauteil ausgebaut und durch ein neues Netzelement ersetzt. Anschließend wurde die gesamte Zufuhrstrecke noch neu eingepegelt. Seit Dienstag um 10 Uhr können die 618 betroffenen Haushalte wieder das Kabel TV empfangen, das Internet nutzen und im Festnetz telefonieren können", heißt es im gegenüber ka-news.de.

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Vodafone bittet die 618 betroffenen Kunden um Entschuldigung für ihre vorübergehenden Unannehmlichkeiten.