Es ist Montag zirka 17.30 Uhr. Viele Menschen lümmeln Zuhause auf dem Sofa, lassen den Abend ausklingen, nehmen in gewohnter Manier das Smartphone zu Hand. Doch der Klick auf das bekannte grüne, blaue oder pinkfarbene Icon lassen uns diesmal frustriert zurück.

Im Iran sind bereits zahlreiche Internetseiten und soziale Netzwerke gesperrt.
Im Iran sind bereits zahlreiche Internetseiten und soziale Netzwerke gesperrt. Nun könnten auch Instagram und WhatsApp auf die Verbotsliste kommen. | Bild: Yui Mok/PA Wire/dpa

Der Grund: Ein Systemausfall bei den Facebook-Diensten, zu denen inzwischen auch Instagram und WhatsApp gehören. Laut Angaben des Unternehmens sei ein Fehler bei der Konfiguration gemacht worden. Das Resultat: Der gemütliche Abend auf dem Sofa musste anderweitig ausklingen, als gewohnt. Das Smartphone musste notgezwungenermaßen niedergelegt  - oder anderweitig benutzt werden. Doch dies ist nach Angaben der ka-news.de Community wohl gar kein Problem.

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Lesen, Konkurrenz-Plattformen und Netflix

So schreibt Userin Svenja unterhalb einer nicht repräsentativen Umfrage von ka-news.de: "Ich habe es nicht mal mitbekommen! Gehöre wohl zu denen, die auch ohne Smartphone einen Abend überleben." Ebenfalls nicht mitbekommen hat es Annika. Sie habe stattdessen ein Buch gelesen, dass "so spannend" sei, dass Social Media bei ihr oft auf der Strecke bleibe. Andere User nahmen dies zum Anlass, um Netflix zu schauen, früh schlafen zu gehen oder mal persönlich Jemanden anzurufen. 

Netflix will ins Gaming-Geschäft einsteigen. (Archivbild).
Statt Social-Media haben viele einfach "Netflix" geschaut. | Bild: Nicolas Armer/dpa

Andere sahen den Ausfall als Anlass, um mal bei der Konkurrenz vorbeizuschauen: "Hab ganz herzlich lachend Twitter gelesen und endlich war an dem Ausfall mal nicht Vodafone daran schuld ", schreibt Jenny. Für User Benjamin war der Instant-Messaging-Dienst Telegram von besonderem Interesse: Hab auf Telegram in einschlägigen Gruppen gefragt, ob dort auch das Internet nicht mehr geht, garniert mit dem Hashtag #wendlerhatterecht. Die Antworten waren fast überall 'Ja'."

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Öfter mal "offline gehen"

Auch ein Gespräch mit der Familie wird bei vielen Usern bei der Umfrage als "Social-Media-Alternative" angegeben. Besonders die Nachricht von Familienmutter Rita fällt der Redaktion ins Auge. Denn da scheint der Frust beim Nachwuchs durchaus größer gewesen zu sein, als bei den Erwachsenen. "Da waren einige schlecht gelaunt und das ganz ohne Stecker ziehen. Das war für mich als Mutter himmlisch", schreibt sie. 

Kinder und Jugendliche, denen in ihrer frühen Kindheit vorgelesen wurde, entwickeln einen positiven Bezug zum Lesen.
Einige Kommentatoren gaben bei unserer Umfrage an, in Zukunft öfter "offline" bleiben zu wollen. | Bild: Felix Kästle/dpa

Tatsächlich finden sich in den Kommentaren aber auch einige User, die diesen Ausfall zum Anlass nehmen möchten, um den persönlichen Gebrauch von Facebook, Instagram und Co. wieder herunterzufahren. Dazu zählt zum Beispiel Sabrina:

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"Der Ausfall hat richtig gut getan. Oft bekommt man so viele Nachrichten und antwortet aus Höflichkeit. Aber manchmal will man einfach seine Ruhe haben. Ich denke, ich werde öfter mal offline gehen. Mich hat es gar nicht gestört. Wenn es sehr wichtig ist, kann man auch anrufen", schreibt sie in die Kommentarspalte.