"Wer bin ich und wie seht ihr mich – im Netz? Selbst(re)präsentation und Identität in digitalen Umgebungen". Dies wird das Thema des #digitalk am 1. Dezember um 19 Uhr im TRIANGEL Open Space sein. Ein Thema das die folgenden drei Referentinnen ausführlich besprechen werden.
Elgin K. Eckert
Elgin K. Eckert war von 2010 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, dann Associated Professor und zuletzt akademische Leiterin des Umbra Institutes in Perugia, Italien, wo sie Universitätskurse in italienischer Kulturgeschichte und vor allem auch in der Geschichte der organisierten Kriminalität in den Vereinigten Staaten und in Italien unterrichtete.

Sie ist jetzt Mitarbeiterin im Reallabor "Future Democracies" und Head of University Development an der Karlshochschule International University. Dr. Eckert hat an der Harvard University in Cambridge, M.A. in Italienischen Literaturwissenschaften mit einer Dissertation zu dem kulturellen Gedächtnisgut in den Werken des auch in Deutschland sehr beliebten sizilianischen Autoren Andrea Camilleri (1925-2019), promoviert. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte sind kollektives Gedächtnis und Erinnerungskulturen in Siziliens Umgang mit dem Thema Mafia.
Julia Beckmann
Julia Beckmann absolvierte einen Master in Soziologie und arbeitete bereits während ihres Studiums als Wissenschaftliche Hilfskraft in den Feldern der qualitativen Sozialforschung, der Kritischen Theorie und den Social-Media-Studies.

Im Rahmen ihres Dissertationsprojektes untersucht sie nun die durch die Technologie Instagram vorgegebenen Möglichkeiten für Subjektivierungsstrategien von produzierenden und konsumierenden Nutzern im Rahmen des Diskurses um die Borderline-Persönlichkeitsstörung.

Das Projekt "Future Democracies" der Karlshochschule International University unterstützt sie u.a. in den Bereichen der Konsumforschung, Subjektivierung und Nachhaltigkeit.
Marlene May
Marlene May studierte Kunst- und Kulturmanagement und Management mit den Spezialisierungen "Human Resources & Diversity" sowie "Creativity & Innovation" an der Karlshochschule International University in Karlsruhe. Seit ihrem Master-Abschluss ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Karlshochschule.

Im Rahmen des Reallabors "Future Democracies" der Karlshochschule forscht sie zu Themen gesellschaftlicher und digitaler Transformation sowie Selbst, Identität und Repräsentation in sozialen virtuellen Umgebungen und Realitäten unter Einbeziehung von Perspektiven auf Gender Studies, digitalen Räumen und virtuellen Communities.
Das sind die Themen der Referentinnen
Elgin K. Eckert
Im Leben eines Mafioso gibt es viele Gesetze, die befolgt werden müssen. Eines davon ist das Gebot, nicht aufzufallen, unter dem Radar zu bleiben, den Ordnungshütern keinen Anlass zu geben, aufmerksam zu werden. Und je höher in der Hierarchie, desto wichtiger ist dieses Erfordernis. Genau dieser Befehl hat sich jedoch als Herausforderung für eine neue Generation von Mafiabossen erwiesen. In einer Zeit, in der jeder in den sozialen Medien präsent ist und seinen tatsächlichen oder vermeintlichen Reichtum auf Facebook, Instagram und TikTok zur Schau stellt, wird es für junge Gangsterbosse immer schwieriger, bescheiden zu bleiben und nicht zu "posten". Elgin K. Eckert wird darstellen, wie junge Mafiosi heutzutage die Sozialen Netzwerke nutzen – und wie ihnen das zum Verhängnis werden kann.
Julia Beckmann
Soziale Medien sind keine reinen Kommunikationsträger, sondern verändern unsere Kommunikation maßgeblich mit. Weil wir im alltäglichen Konsum von Instagram und Co. jedoch deren Inhalten bedeutend mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen als ihrer formalen Gestaltung, hat diese Formhaftigkeit Instagrams das Potenzial, uns besonders unbewusst zu beeinflussen – und dadurch nachhaltig zu verändern. Welchen Mustern sie dabei in ihrer Forschung begegnet ist, inwiefern die Produktion und Rezeption Sozialer Medien ein dialektischer Prozess ist, was die Interfaces der Sozialen Medien mit der Konstitution unserer Kommunikation und Intersubjektivität zu tun hat, und wie darüber kritisch gedacht werden kann, sind zentrale Aspekte des Standpunktes von Julia Beckmann.
Marlene May
Beeinflusst durch die Digitalisierung entwickeln sich nicht nur neue soziale Plattformen und Medien, sondern ganze neue, soziale Welten im Rahmen der computergenerierten, interaktiven Wirklichkeit – der sozialen virtuellen Realität (Social VR). Was bisher ein eher unnahbares, nicht greifbares und komplexes Medium zu sein scheint, gewinnt immer mehr an Zuwachs, an Nutzern und damit einhergehend neuen Nutzungsmöglichkeiten. Wie die soziale virtuelle Realität (Social VR) die individuelle Identität und Körperlichkeit der Nutzer beeinflusst, welche gesellschaftlichen Auswirkungen und Mechanismen festzustellen sind, inwieweit sich die Nutzung auf das Selbst auswirkt und welche Vorteile und Möglichkeiten Social VR als interaktive und soziale Plattform mit sich bringt, wird mit einem Fokus auf die LGBTQIA+ Community von Marlene May beleuchtet.