Der Zugang zum Internet gehöre mittlerweile zur technischen Grundversorgung der hochentwickelten Welt, so die Karlsruher Liste in ihrem Antrag an den Gemeinderat. Die Fächerstadt könne hier eine Vorreiterrolle übernehmen und von Seiten der Kommune - gemeinsam mit ausgesuchten Partnern wie der Gastronomie - kostenloses Internet per W-LAN an ausgesuchten Plätzen zur Verfügung stellen.

Kein neuer Vorschlag - kostenloses W-LAN schon seit 2002

Die Stadtverwaltung sah dies in einer Stellungnahme grundsätzlich genau so - weshalb weder weiteres Aufhebens um das Thema gemacht, noch darüber öffentlich diskutiert wurde. Die Projektidee soll nun weiter geprüft werden.

Neu ist der Vorschlag der KAL nicht, kostenloses W-LAN an ausgesuchten Plätzen anzubeiten. Bereits seit 2003 gibt es die Möglichkeit, über Zugangspunkte des Vereins Inka kostenlos per W-LAN im Internet zu surfen. 2009 hatte KAL-Stadtrat Eberhard Fischer in der Kommission zur Vorbereitung des 300. Stadtgeburtstages vorgeschlagen, an ausgesuchten Stellen in Karlsruhe kostenloses Internet per W-LAN anzubieten. Auch die Jungen Union Karlsruhe (JU) hatte sich 2009 schon einmal für kostenloses W-LAN in Karlsruhe ausgesprochen. In einer neuen Pressemitteilung begrüßt die JU nun den Vorstoß der KAL und schlägt vor, das Angebot über Werbung privater Investoren zu finanzieren.

Unterstützung findet der Vorstoß der KAL auch bei den Jungen Liberalen, der Jugendorganisation der FDP. In einer Pressemitteilung begrüßen sie den Gemeinderatsantrag, weisen aber darauf hin, dass unter anderem geklärt werden müsse, wie Missbrauch vorgebeugt werden könne. Wann das kostenlose W-LAN in Karlsruhe nun tatsächlich kommt, ist allerdings völlig offen. Die Stadtverwaltung prüft nun zunächst die rechtlichen, juristischen und finanziellen Voraussetzungen.

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