Größere Probleme ergaben sich in Karlsruhe. Dort mussten aufgrund der Verstöße 27 Platzverweise verhängt und eine Person in polizeilichen Gewahrsam genommen werden, wie die Karlsruher Polizei in einer Pressemitteilung informiert. Meist handelte es sich bei den umliegenden Kommunen um kleinere Gruppierungen. Auf dem Stephanplatz in Karlsruhe trafen sich hingegen um 18 Uhr ungefähr 100 Personen.

Stephanplatz, hinter der Postgalerie
Stephanplatz, hinter der Postgalerie | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Die Teilnehmer führten Lichter, Kerzen und Plakate mit. Beim Eintreffen der Polizei setzte sich die Menge in Richtung Marktplatz in Bewegung. Trotz mehrfacher Nachfrage gab sich eine verantwortliche Versammlungsleiterin oder ein -leiter nicht zu erkennen.

Im Bereich der Ritterstraße wurde der Aufzug deshalb durch eine Polizeikette angehalten. Ein Teilnehmer stachelte die weiteren Besucher in der Folge energisch auf, die Anordnungen der Polizei zu missachten. Davon offenbar aufgehetzt, überwanden mehrere Teilnehmer die Polizeikette.

Auch der Ausschluss von der Versammlung und ein erteilter Platzverweis hielten den Stimmungsmacher nicht ab, die Anhänger weiter anzustiften, ihren Weg fortzusetzen. Daraufhin nahm die Polizei den Störer in Gewahrsam.

(Symbolbild)
(Symbolbild) | Bild: Thomas Riedel

Auch danach meldete sich trotz Aufforderung der Polizei kein Verantwortlicher, vorgeschriebene Ordner wurden nicht bestimmt, die Mindestabstände weiterhin missachtet und viele trugen auch keinen Mund-Nasen-Schutz. Im Bereich des ECE-Centers hielt die Polizei den Aufzug letztlich an und sprach aufgrund der fortwährenden Verstöße weitere 26 Platzverweise aus. Daraufhin löste sich die Versammlung gegen 19 Uhr auf.

Hinweis in eigener Sache

In einer früheren Version des Artikels war fälschlicherweise im Titelbild ein Symbolfoto verwendet worden, welches den Durlacher Fastnachtsumzug im Jahr 2019 zeigte. Die Redaktion hat das Bild bereits ausgetauscht und möchte ausdrücklich betonen, dass darauf abgebildete Personen in keiner Weise mit den stattgefundenen Zusammenkünften gegen die Corona-Regeln in Verbindung standen oder stehen. Für dahingehende Missverständnisse möchten wir uns entschuldigen.
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