Das zweite Realexperiment der Forschungsreihe "GO Karlsruhe" hat begonnen. Das berichtet die Hochschule Karlsruhe in einer Pressemeldung. Wie das erste Projekt der Hochschule, verfolgt auch das aktuelle das Ziel, den Fußgängerverkehr zu fördern. 

Die Wald- und Erbprinzenstraße werde in den nächsten Wochen zum Reallabor verwandelt, da dort bereits seit längerer Zeit Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern auftreten. Darauf aufmerksam geworden sei die Hochschule durch die häufigen Beschwerden der Bürger über die "GO Karlsruhe"-App.

Sowohl Radfahrer als auch Fußgänger konnten bereits ihre Meinung zur Verkehrssituation in dieser Gegend kundtun. Dazu diente die Abstimmungstafel in der Erbprinzenstraße, die wohl nun weitere Ergebnisse geliefert hat. Denn: Obwohl es Radfahrern in der Fußgängerzone nur erlaubt ist in Schrittgeschwindigkeit zu fahren, halten sie sich nicht immer daran, so die Hochschule weiter.

Radfahrer sollen ihr Tempo anpassen

Im nächsten Schritt sollen insgesamt drei Dialog-Displays die Radler dazu bewegen, Rücksicht auf Passanten zu nehmen. Zurzeit messen die Tafeln rund um den Ludwigsplatz daher die Geschwindigkeit der herannahenden Fahrräder und bewerten diese mit einem grünen, lachenden oder roten, traurigen Smiley.

"Ziel des Realexperimentes ist, Radfahrer auf ihre erhöhte Geschwindigkeit aufmerksam zu machen und zu einem rücksichtsvolleren Verhalten gegenüber den Fußgängern anzuhalten, indem sie ihre Geschwindigkeit anpassen", so die Karlsruher Hochschule in ihrer Pressemitteilung. 

Ob die Fahrradfahrer ihr Tempo in Zukunft anpassen, können die Fußgänger im Laufe des Experimentes bewerten. Dazu sollen bald neuentwickelte, interaktive Poster dienen. Außerdem starten in den kommenden Wochen ähnliche Projekte der Hochschule - unter anderem am Mendelssohnplatz und am Mühlburger Tor.

 
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