Mit dieser Variante soll die Weiterfahrt der Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" gesichert sein: Der durch nachgesacktes Erdreich über und vor dem Schneidrad von "Giulia" entstandene Trichter wird mit Dämmermaterial verfüllt. Dieser Baustoff verfestigt den Trichterbereich und schützt gegen neue Nachsackungen. Zusätzlich sorgt das Dämmermaterial auch dafür, dass der Trichter eine wirkungsvolle Abdeckung nach oben erhält, durch die der von "Giulia" zum Vortrieb benötigte Stützdruck nicht mehr entweichen kann.

Warum man sich für diese Lösung entschied

Die jetzt zur Umsetzung kommende Variante ist technisch sinnvoll und gleichzeitig auch wirtschaftlich. Eine ursprünglich auch in die Überlegungen einbezogene Vereisung des Erdreich vor der Tunnelvortriebsmaschine wird nicht mehr weiterverfolgt, so die Kasig in einer entsprechenden Pressemitteilung.

Für die jetzige Variante wurden auch die Experten der Herrenknecht AG, des Herstellers der Tunnelvortriebsmaschine aus dem badischen Schwanau, in die Gespräche einbezogen. Zunächst wird nun lockeres Erdreich und Schlamm entfernt werden, um Schneidrad, Abbaukammer und Arbeitskammer arbeitsfähig zu machen. Die Maßnahmen starten in den nächsten Tagen. Anfang Juni kann dann der Vortrieb voraussichtlich fortgesetzt werden.

So sieht es übrigens aus, wenn Tunnelbohrer "Giulia" richtig loslegt: Hier geht's zum Video!  

 
Mehr zum Thema Kombilösung: Alle Informationen zu Karlsruhes größtem Verkehrsprojekt.