Die Pause am Marktplatz war eingeplant, nach zirka der Hälfte der Strecke sollte "Giulia" ordentlich durchgecheckt werden. Nach der planmäßigen zweiwöchigen Revision sollte es weitergehen - doch zusätzliche Sicherungsmaßnahmen an der oberirdischen Baustelle machten der Weiterfahrt einen Strich durch die Rechnung: "Giulia" musste ihre Pause um zwei Wochen verlängern. Am Samstag, 7. März, soll es laut Bauherrin Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft (Kasig) weitergehen.

Trotz Pause: Tunnelvortrieb ist im Zeitplan

Im Bereich des westlichen Gleisdreiecks und im südöstlichen Bereich der künftigen unterirdischen Haltestelle Marktplatz wurde unter dem späteren Deckelniveau eine 20 Zentimeter starke Abdeckung aus Beton eingebracht. Als weitere Sicherheitsmaßnahme wird die Baugrube auf der Betonschicht mit Erdreich aufgefüllt. Ursprünglich sollte "Giulia" den Bereich ohne diese zwei Baumaßnahmen unterfahren - bei den Verantwortlichen befürchtete man jedoch, dass der von der Tunnelvortriebsmaschine zum Abstützen des Vortriebs erzeugte Druck nach oben entweicht. Die Folge: Kleine "Schlammfontänen" wären bei jedem ruckartigen Vortrieb aus der Erde geschossen.

Verzögert sich damit der Tunnelbau? Nein, denn: "Insgesamt bleibt der Tunnelvortrieb im Zeitplan, da 'Giulia' seit dem Tunnelanstich am 18. November etwas schneller als vorgesehen unterwegs war", so Kasig-Sprecher Achim Winkel, "und Sicherheit wichtiger ist als Schnelligkeit."

Und so sieht es dann aus, wenn "Giulia" wieder loslegt:

 

 

 
Mehr zum Thema Kombilösung: Alle Informationen zu Karlsruhes größtem Verkehrsprojekt.