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Karlsruhe: Fahrrad-Boom in Karlsruhe: Polizei nimmt Radfahrer in den Fokus

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Fahrrad-Boom in Karlsruhe: Polizei nimmt Radfahrer in den Fokus

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    Fahrrad-Boom in Karlsruhe: Polizei nimmt Radfahrer in den Fokus
    Fahrrad-Boom in Karlsruhe: Polizei nimmt Radfahrer in den Fokus Foto: cob

    Es ist kein Unfallschwerpunkt, wo die Karlsruher Polizei am Mittwochnachmittag Präsenz zeigte, aber eine Anlage mit Vorbildcharakter: Am Mittwochnachmittag war sie mit Beamten "zu Fahrrad" und dem Präventionsteam in der Günther-Klotz-Anlage, um mit Bürgern zum Thema Fahrradverkehr ins Gespräch zu kommen.

    Ausbau der Radwege und Corona führen zu mehr Radverkehr

    Künftig will man die Radfahrer mehr in den Fokus nehmen -  sowohl bei der Prävention als auch bei Kontrollen. "Wir schauen genauer, wir schauen mehr", so Plate. Fahrradfahren boomt: Karlsruhe baut das Radwegenetze aus und die Bürger nehmen es an.

    Hinzu kommt ein vermehrtes Nutzungsverhalten durch die Corona-Pandemie: Der ein oder andere steigt lieber auf sein Rad als in Bus oder Bahn. Der Zweiradverkehr ist insgesamt angestiegen - auch in Bezug auf Pedelecs, also mit einem Elektromotor unterstützte Fahrräder. 

    Wer nicht ins Schwitzen kommen möchte, nutzt auf dem Weg zur Arbeit die volle Motorunterstützung des Pedelecs.
    Wer nicht ins Schwitzen kommen möchte, nutzt auf dem Weg zur Arbeit die volle Motorunterstützung des Pedelecs. Foto: Tobias Hase/dpa-tmn

    Es wird voller auf Karlsruhes Straßen - dass mehrere Verkehre rücksichtsvoll harmonieren können, zeigt das Beispiel Günther-Klotz-Anlage: Radfahrer treffen auf Fußgänger und das ohne größere Zwischenfälle. Diese gegenseitige partnerschaftlichen Verkehrsbeteiligung wünscht sich die Polizei auch in anderen Bereichen.

    Warum die verstärkten Kontrollen?

    Warum die verstärkte Kontrolle? Insgesamt sind die Zahlen der Unfälle mit Radfahrern im Vergleich zum Vorjahr zwar gesunken (221 waren es von Januar bis Mai 2020, 235 im Jahr zuvor), doch Radfahrer sind häufig Unfallursache: Bei mit Radfahrern beteiligten Unfällen sind es knapp über 50 Prozent. Es werden Vorfahrtsregeln missachtet, Rotlicht überfahren, am Handy telefoniert oder auf der falschen Seite gefahren. 

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    Foto: cob

    Doch auch Autofahrer sind bei der Schwerpunktsetzung nicht außen vor: Sie sind angehalten, den Abstand zu wahren und Radwege nicht zuzuparken und so die Anzahl der gefährlichen Situationen für Radfahrer zu verhindern. "Es sind immer mehrere Aspekte, die eine Rolle spielen", so der Leiter der Verkehrspolizeiinspektion Karlsruhe.

    Künftig mehr Fahrradstreifen unterwegs

    Die Polizei setzt bei den Schwerpunkt-Kontrollen künftig verstärkt auf Fahrrad- und Motorradstreifen: Rund 100 Räder stehen den Beamten zur Verfügung. Der Impuls ist wohl überlegt und der Karlsruher Polizei wichtig. Denn: werden die Beamten dort eingesetzt, fehlen sie an anderer Stelle.

    "Wir können Polizisten nicht beliebig vermehren und erwarten sehnlichst Verstärkung", so Plate zur Personalplanung. Der Nachwuchs ist bereits in Ausbildung und soll auch bald den Dienst antreten - bis dahin bleibt die Einsatzplanung ein "Spagat".

    Martin Plate im Videointerview

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