Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus legt das Land Baden-Württemberg einen Zahn zu: Seit Sonntag drohen empfindliche Strafen, wenn gegen die Corona-Verordnung des Landes verstoßen wird.

Absperrung Spielplätze
Der Aufenthalt auf Spielplätzen ist untersagt - und kann jetzt auch belangt werden. | Bild: ka-news

Wer sich mit mehr als zwei Personen, die nicht zur Familie gehören, auf Straßen und Plätzen aufhält, dem droht jeweils ein Bußgeld zwischen 100 und 1.000 Euro. Wer einen wegen Corona geschlossenen Friseursalon, eine Bar oder einen Club trotzdem weiterbetreibt, muss mit Strafen zwischen 2.500 und 5.000 Euro rechnen. 

Dateiname : Bußgeldkatalog Verstöße gegen die Corona-Verordnung
Dateigröße : 17392
Datum : 30.03.2020
Download : Jetzt herunterladen

Darüber hinaus werden verbotene Besuche im Krankenhaus oder Pflegeheim ab nun belangt - mit 250 bis 1.500 Euro. Besonders teuer kann es Bürger zu stehen kommen, wenn sie die Vorschriften wiederholt nicht einhalten: Bis zu 25.000 Euro kann die Strafe in diesem Fall betragen.

Polizei wird die Einhaltung der Vorschriften überwachen

Die weit überwiegende Zahl der Menschen verhalte sich verantwortungsvoll, so Innenminister Thomas Strobl (CDU) und Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Sonntag in einer gemeinsamen Mitteilung. "Dafür sind wir sehr dankbar - denn das ist absolut notwendig, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und um Menschenleben zu retten." Doch es gebe noch immer eine "gewisse Zahl von Uneinsichtigen".

Ein Polizeifahrzeug fährt durch eine Gasse in der Freiburger Innenstadt.
Ein Polizeifahrzeug fährt durch eine Gasse in der Freiburger Innenstadt. | Bild: Patrick Seeger/dpa/Archivbild

Mit dem neuen Bußgeldkatalog hätten die Kommunen eine einheitliche Handhabe, und für die Bürger bringe er Transparenz. Strobl betonte: "Unsere Landespolizei wird die Einhaltung der Corona-Verordnung weiter mit Hochdruck und mit starken Kräften überwachen. Denn ob die Regeln eingehalten werden oder nicht, entscheidet am Ende des Tages über Menschenleben."

Gesundheitsminister Lucha appellierte: "Alle Bürgerinnen und Bürger, die sich an die Verordnung halten, ihre sozialen Kontakte drastisch einschränken und räumliche Distanz einhalten, helfen dabei mit, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten."

Sie schützten sich, Mitmenschen und vor allem Ältere oder chronisch Kranke. Die Krise sei nur zu meistern, wenn alle Bürger sich auch an die neue Regeln halten. "Denjenigen, die noch immer uneinsichtig sind und damit nicht nur sich selbst, sondern die gesamte Bevölkerung gefährden, drohen entsprechende Konsequenzen."

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Neben den Bußgeldern gibt es weitere Neuerungen. Für alle Betriebe und Einrichtungen, die weiterhin offen bleiben dürfen, gilt ab nun: Sie müssen den Zutritt steuern, Warteschlangen vermeiden und dafür sorgen, dass ein Abstand von möglichst zwei Metern eingehalten wird.

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Download des Bußgeldkatalogs

Dateiname : Bußgeldkatalog Corona 2020
Dateigröße : 17392
Datum : 30.03.2020
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Bußgeldkatalog Corona 2020
 
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