Die Deutschen, die wegen der neuen Lungenkrankheit aus China zurückgeholt werden sollen, werden zentral am Luftwaffenstützpunkt Germersheim in Rheinland-Pfalz untergebracht.  Dort gibt es medizinische Einrichtungen, um die Menschen zwei Wochen abgeschottet in Quarantäne zu betreuen.

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Darüber hatten zuerst die Zeitungen der VRM berichtet. Gesundheitsminister Jens Spahn sprach von einer guten Lösung, um die Reisenden selbst, ihr Umfeld und die Gesamtbevölkerung zu schützen. Geplant ist ein Rückholflug für deutsche Staatsbürger aus der Millionenstadt Wuhan.

Der Coronavirus hat nun auch Auswirkungen auf den Sport.
Der Coronavirus sorgt weltweit für Schlagzeilen. | Bild: Christophe Gateau/dpa

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Donnerstag die rasante Ausbreitung des neuartigen Coronavirus aus China zum internationalen Gesundheitsnotstand erklärt. Das bedeutet, dass die mehr als 190 Mitgliedsländer von der WHO empfohlene Krisenmaßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung untereinander koordinieren.

"Das ist die Zeit für Fakten, nicht für Angst"

Noch sei die Zahl der Infektionen außerhalb Chinas relativ gering, sagte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstagabend nach der Sitzung eines Expertenausschusses. Aber man wisse nicht, welchen Schaden das Virus in einem Land mit einem schwachen Gesundheitssystem anrichten würde. "Wir sitzen alle im selben Boot", sagte Tedros. Das Virus könne nur gemeinsam aufgehalten werden. "Das ist die Zeit für Fakten, nicht Angst." 

In Deutschland bestätigte das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstagabend einen fünften Fall. Der Patient ist ein Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die Personen der vier zuvor bekannt gewordenen Fälle beschäftigt sind.