Seit dem Dezember 2021 sprechen sich Bundeskanzler Olaf Scholz und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (beide SPD) für eine allgemeine Corona-Impfpflicht ab 18 Jahren aus. Nun gelten ihre Pläne als gescheitert. Das schreibt zumindest unter anderem die BILD.

Bundestagsabgeordnete werden sich über Corona Impfpflicht nicht einig

Der Grund: Diese Variante der Corona-Impfpflicht findet im Bundestag keine Mehrheit. Jetzt hat die SPD einen Kompromiss vorgelegt: Eine Corona-Impfpflicht für Personen ab 50 Jahren, die auch eine vorgeschaltete Beratungspflicht umfasst. Ob das jedoch reicht, um die Mehrheit zu überzeugen?

Der Bundestag will über eine allgemeine Impfpflicht abstimmen.
Der Bundestag will über eine allgemeine Impfpflicht abstimmen. | Bild: Peter Kneffel/dpa

Denn: Entgegen dieser Option steht ein Antrag der CDU, welcher zunächst den Aufbau eines Impfregisters vorsieht und später – abhängig von der Pandemielage im Herbst – eine Impfpflicht ab 50 oder 60 Jahren. Grundsätzlich gegen die Impfpflicht ist die AfD. Demnach sollen aktuell drei Anträge im Bundestag bezüglich einer Corona-Impfpflicht in Deutschland miteinander konkurrieren. Selbst Abgeordnete aus der Linksfraktion und der Ampel sind aber mit den Anträgen der SPD nicht einverstanden.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt nun bei 1586,4.
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt nun bei 1586,4. | Bild: Sven Hoppe/dpa

Jetzt kommt das große "Aber": Laut einem Twitter-Eintrag des Gesundheitsexperten Janosch Dahmen, sollen die Gespräche zu dem Impfpflicht-Antrag ab 18 Jahren noch laufen. "Es ist Nichts entschieden", schreibt er.

Ob und welche Corona-Impfpflicht schlussendlich umgesetzt werden soll, wird voraussichtlich am Donnerstag, den 7. April 2022, entschieden.

 
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