Keine Wolken, schön dunkel, kein störendes Licht. So sind die optimalen Bedingungen, um einen Kometen am Himmel zu betrachten. Wer in Karlsruhe lebt, weiß jedoch leider selbst, dass da die Bedingungen nicht unbedingt die besten sind. 

Wann ist der Komet am besten zu sehen?

"Wer den Kometen sehen will, hat bei den Bergdörfern eher Glück als in Karlsruhe. Noch besser wäre es zum Beispiel im Schwarzwald auf dem Dobel", sagt Hans Schipper, Leiter des Süddeutschen Klimabüros am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). 

Dr. Janus Schipper
Leiter des Süddeutschen Klimabüros am KIT
Dr. Janus Schipper Leiter des Süddeutschen Klimabüros am KIT | Bild: (Markus Breig)

Ein weiteres Problem bei der Kometen-Sichtung ist das Wetter. Denn das soll über das Wochenende eher wolkig ausfallen - vor allem in der Nacht. "Die beste Chance gibt es in der Nacht von Freitag auf Samstag. Da gibt es eventuell ein paar Lücken am Wolkenhimmel", sagt Schipper. Die Nacht von Samstag auf Sonntag sei hingegen weniger geeignet.

"Es bleibt bewölkt und es kann sogar schneien", prognostiziert der Klimaexperte. Mit anderen Worten: Keine guten Aussichten und neben dem Wetter spielen auch der Komet und der Mond nicht so mit wie gehofft.

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"Ich habe ihn beobachtet. Er kann im Fernglas von Kundigen sicher gefunden werden. Ein Nicht-Kundiger würde aber schon den Ort nicht finden, da keine prägnanten Sterne in der Nähe stehen. Die Gesichtsfelder von Ferngläsern umfassen lediglich 5 Grad  und damit einen sehr kleinen Teil des Himmels", sagt Andreas Kammerer von der Astronomischen Vereinigung Karlsruhe. 

Der Mond wird stören

Der Suchende müsse daher schon ganz genau wissen, wo der Komet stehe. "Ein Laie hat keine Chance, da der Komet nur für Spezialisten eventuell mit dem bloßen Auge ausgemacht werden kann", so Kammerer weiter. 

Andreas Kammerer von der Astronomischen Vereinigung Karlsruhe.
Andreas Kammerer von der Astronomischen Vereinigung Karlsruhe. | Bild: Kammerer

Hinzu kommt: "Der Mond wird  ab dem 25. zunehmend stören. Erst ab der zweiten Februarwoche kann man den Kometen wieder unter einem dunklen Himmel beobachten."

Auch von der Sternwarte auf dem Max-Planck-Gymnasium kann der Komet nicht beobachtet werden, diese wird aktuell repariert und kann frühestens am 10. Februar wieder für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Dieser Termin ist laut Kammerer aktuell noch unsicher. 

Komet C/2022 E3 (ZTF)
Im Winter 2022/23 kann der Komet mit einem Fernglas beobachtet werden. Am 20. Januar soll der Komet dann die ganze Nacht über nördlich am Himmel zu sehen sein. Am 30. Januar in östlicher Richtung. Am 2. Februar wird der Komet dann in der Distanz von 42 Millionen Kilometer die Erde passieren.