"Der Müll mit tausenden Pappbechern vom Marathon gestern liegt leider immer noch im City-Park", so lautet die Beschwerde, mit der sich am Montag eine ka-Reporterin an uns wendet. Hinzu komme, dass die Becher durch das Sturmtief "Fabienne", das am Sonntag durch Karlsruhe fegte, großflächig verteilt wurden. "Das ganze Viertel ist verdreckt damit und das ist nicht übertrieben!", so die ka-Reporterin weiter.

(Symbolbild)
Unter anderem auch durch den City-Park führte die diesjährige Marathon-Strecke. (Symbolbild) | Bild: Peter Eich

Neben dem City-Park liegen die Trinkbecher ihrer Aussage nach auch in der Ludwig-Erhard-Allee in Richtung Oststadt-"Kreisel" und im Otto-Dullenkopf-Park. ka-news hat sich am Montagnachmittag dorthin aufgemacht, um sich auf die Suche nach den herrenlosen Trinkgefäßen zu begeben. 

Doch schnell steht fest: Sowohl im Otto-Dullenkopf-Park als auch auf der Ludwig-Erhard-Allee kaum eine Spur von den Pappbechern, nur vereinzelt liegen sie im Rinnstein und auf den Grasstreifen. Anders sieht es im City-Park aus. Hier finden sich die Becher scharenweise in den Büschen und Blumenbeeten der Grünanlage wieder.

Müll Baden-Marathon
Auf der Suche nach den Bechern werden wir im City-Park schließlich fündig. | Bild: Melissa Betsch

Doch warum liegt der Müll auch noch einen Tag nach dem Marathon in den Büschen des City-Parks? Schuld an der verspäteten Reinigung ist Sturm "Fabienne". Das zumindest geht aus einer Stellungnahme des Amtes für Abfallwirtschaft (AfA) hervor, welche die Redaktion am erst am Mittwoch erreicht. "Als der Sturm am Sonntag begann, wurden die Becher vom Oststadtring auf die Wolfartsweierer Straße in den laufenden Verkehr geweht. Somit konnte der Fußtrupp die Becher nicht von der Fahrbahn entfernen", so das für die Reinigung verantwortliche Amt gegenüber ka-news.

Müll Baden-Marathon
Sturm "Fabienne" hat die Pappbecher in die Büsche geweht. | Bild: Melissa Betsch

Dort gelte für die Straßenreinigung zudem Verkehrssicherungspflicht und somit Priorität eins. Aus diesem Grund hatte zunächst einmal die Reinigung der Fahrbahnen Vorrang, auf die durch den Sturm herabfallende Äste und Laub geweht wurden. "Erst danach konnte sich die Straßenreinigung um die weggewehten Trinkbecher kümmern."

Den Marathon selbst haben die Reinigungskräfte nach Aussage des AfA bis 17.15 Uhr begleitet - alle Becher habe man am Sonntag aber nicht einsammeln können. Die Nachreinigung des Marathons sei daher am nächsten Morgen fortgeführt worden. Gute Nachrichten für alle Bürger: "Die Reinigungsarbeiten werden voraussichtlich am Mittwoch im Laufe des Tages abgeschlossen sein", erklärt das AfA abschließend.