Von der Durlacher Allee bis zur Baumeisterstraße soll die neue Straßenbahnlinie Südost verlaufen. Diese etwa 1,8 Kilometer lange zweigleisige Strecke mit vier Haltestellen lässt sich die Verkehrsbetriebe etwa 30 Millionen Euro kosten.

Im Moment wartet man in der Tullastraße noch auf den Fördermittelbescheid, der bis zu 75 Prozent der Kosten decken soll - mündlich habe es bereits "positive Hinweise" gegeben. Erfahrungsgemäß ist allerdings mit einem Abschlag von zirka fünf Prozent zu rechnen, sodass der Zuschuss bei etwa 70 Prozent liegen könnte.

Zur Zeit geht das Erörterungsverfahren dem Ende entgegen und VBK-Geschäftsführer Walter Casazza ist guter Dinge, dass Mitte des Jahres der notwendige Planfeststellungsbeschluss gefasst werden kann. 

Die künftige Schienenführung bezeichnet er als attraktiv, schließlich seien die Bauaktivitäten in der Oststadt-Süd sehr hoch und man könne nach den Bauarbeiten viele neue Fahrgäste an den Schienennahverkehr heranführen.

Auf der neuen Strecke sollen bis zum Ende der Bauarbeiten zur Kombilösung die Linien 6 und 7 fahren. Danach ist vorgesehen, "die Trasse in das neue Liniennetz zu integrieren"; so steht es in einer Beschlussvorlage der Stadt. Laut Casazza haben sich die VBK eine "ehrgeizige Zielvorgabe" gesetzt - die Inbetriebnahme der Strecke ab Anfang des Jahres 2012.

Einspruch gegen Linienführung erhoben

Die Schienen sollen von der Durlacher Allee über die Schlachthausstraße, der Straße "Am Schloss Gottesaue", die Ludwig-Erhard-Allee, abbiegend in die Henriette-Obermüller-Straße und weiter über die Philipp-Reis-Straße bis zur Baumeisterstraße verlaufen .

Doch auch Kritiker des Bauvorhabens stehen bereits auf dem Plan: Die Bürgergesellschaft Südstadt hat Einspruch gegen die Linienführung erhoben; sie sehen keine Notwendigkeit darin, die Bahn "hinter der LBBW über unseren neuen Grünstreifen" zu führen. So steht es in der Märzausgabe des Informationsblatts "Rund um den Indianerbrunnen."

Entscheidung über Einsprüche beim Regierungspräsidium

Casazza bestätigt gegenüber ka-news, dass diese Einwände bei einem Erörterungstermin im März besprochen wurden. Die Entscheidung, wie mit den Einsprüchen umgegangen werde, liege allerdings beim Regierungspräsidium.

Fest steht, dass die Walzen im Ostringkreisel weichen müssen. Dies sei bereits vor deren Aufbau im Kreisel sicher und auch mit dem Künstler so vereinbart gewesen, versichern Vertreter der Stadt gegenüber ka-news. Die Walzen kehren nach Ablauf dieses Jahres ohnehin in den Besitz des Künstlers zurück.

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