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Karlsruhe Becher nach Baden-Marathon im City-Park verstreut - Reinigung durch Stadt lässt weiter auf sich warten

Am Sonntag ging die 36. Auflage des Baden-Marathons in Karlsruhe zu Ende. Doch nach dem Laufen ist vor dem Aufräumen: Schließlich mussten die zahllosen Getränkebecher der Läufer entsorgt werden - eine Pflicht, der die Verantwortlichen laut einer ka-Reporterin aber auch einen Tag später noch nicht nachgekommen sind. ka-news hat bei der Stadt nachgehakt.

"Der Müll mit tausenden Pappbechern vom Marathon gestern liegt leider immer noch im City-Park", so lautet die Beschwerde, mit der sich am Montag eine ka-Reporterin an uns wendet. Hinzu komme, dass die Becher durch das Sturmtief "Fabienne", das am Sonntag durch Karlsruhe fegte, großflächig verteilt wurden. "Das ganze Viertel ist verdreckt damit und das ist nicht übertrieben!", so die ka-Reporterin weiter.

Citypark Südost
Unter anderem auch durch den City-Park führte die diesjährige Marathon-Strecke. (Symbolbild) | Bild: Peter Eich

Neben dem City-Park liegen die Trinkbecher ihrer Aussage nach auch in der Ludwig-Erhard-Allee in Richtung Oststadt-"Kreisel" und im Otto-Dullenkopf-Park. ka-news hat sich am Montagnachmittag dorthin aufgemacht, um sich auf die Suche nach den herrenlosen Trinkgefäßen zu begeben. 

Doch schnell steht fest: Sowohl im Otto-Dullenkopf-Park als auch auf der Ludwig-Erhard-Allee kaum eine Spur von den Pappbechern, nur vereinzelt liegen sie im Rinnstein und auf den Grasstreifen. Anders sieht es im City-Park aus. Hier finden sich die Becher scharenweise in den Büschen und Blumenbeeten der Grünanlage wieder.

Müll Baden-Marathon
Auf der Suche nach den Bechern werden wir im City-Park schließlich fündig. | Bild: Melissa Betsch

Doch warum liegt der Müll auch noch einen Tag nach dem Marathon in den Büschen des City-Parks? Schuld an der verspäteten Reinigung ist Sturm "Fabienne". Das zumindest geht aus einer Stellungnahme des Amtes für Abfallwirtschaft (AfA) hervor, welche die Redaktion am erst am Mittwoch erreicht. "Als der Sturm am Sonntag begann, wurden die Becher vom Oststadtring auf die Wolfartsweierer Straße in den laufenden Verkehr geweht. Somit konnte der Fußtrupp die Becher nicht von der Fahrbahn entfernen", so das für die Reinigung verantwortliche Amt gegenüber ka-news.

Müll Baden-Marathon
Sturm "Fabienne" hat die Pappbecher in die Büsche geweht. | Bild: Melissa Betsch

Dort gelte für die Straßenreinigung zudem Verkehrssicherungspflicht und somit Priorität eins. Aus diesem Grund hatte zunächst einmal die Reinigung der Fahrbahnen Vorrang, auf die durch den Sturm herabfallende Äste und Laub geweht wurden. "Erst danach konnte sich die Straßenreinigung um die weggewehten Trinkbecher kümmern."

Den Marathon selbst haben die Reinigungskräfte nach Aussage des AfA bis 17.15 Uhr begleitet - alle Becher habe man am Sonntag aber nicht einsammeln können. Die Nachreinigung des Marathons sei daher am nächsten Morgen fortgeführt worden. Gute Nachrichten für alle Bürger: "Die Reinigungsarbeiten werden voraussichtlich am Mittwoch im Laufe des Tages abgeschlossen sein", erklärt das AfA abschließend.

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Kommentare (13)
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  •   Malerdoerfler
    (4652 Beiträge)

    07.10.2018 22:01 Uhr
    Oh oh!
    Ganz schlechte Ökobilanz!!!

    Welche Schlüsse können wir daraus ziehen?
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  •   Berty87
    (416 Beiträge)

    27.09.2018 10:03 Uhr
    Also
    Behälter standen zwar zur Entsorgung da aber meinesachtens zu nah an der An bzw. Abgabestelle der Becher. 50 bis 100m weiter weg wäre besser. Ich bleib doch nicht zum Trinken am Stand stehen
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  •   Prof.Baerlapp
    (600 Beiträge)

    27.09.2018 09:20 Uhr
    Grundsätzlich
    ist die Lärm- und Müllbelastung in dem Park ein Dauerthema.

    Allerdings würde ich jetzt den Baden-Marathon wirklich als Sondersituation sehen, nachdem es direkt zum Ende der Veranstaltung kräftig zu stürmen begann. Da kann man es weder der Stadt, noch den Veranstaltern anlasten, wenn dabei einige Becher verweht werden. Mehrweggefäße sind halt während eines Laufs leider nicht praktikabel.

    Aber vielleicht klappt es jetzt bald mit der Aufstellung zusätzlicher und größerer Mülleimer. Denn im Sommer sah es morgens oft aus wie im Saustall. tut mir leid, anders kann man es nicht sagen.
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  •   bier2
    (843 Beiträge)

    27.09.2018 07:25 Uhr
    Einwegbecher = Umweltverschmutzung
    da gehört ein Pfandsystem eingeführt und Mehrwegbecher verwendet.
    Der Marathon ist eh unmöglich, wegen ein paar Spinner wird die halbe Stadt lahmgelegt. Und dann noch die zuscjauer die mit Trommeln nerven und sich zum Affen machen. So eine Veranstaltung gehört irgendwo in den Wald wo keien gestört wird. Alles Egoisten die sich noch ganz toll vorkommen.
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  •   dope
    (83 Beiträge)

    27.09.2018 09:07 Uhr
    ganz schlaue...
    Nachricht. Weil dann der Marathonläufer im Wettkampf an einen Stand geht und sein Pfandbecher zurück gibt. Natürlich!

    Wenn die Sportler deiner Meinung nach Egoisten sind dann bist du mit deinen Äußerungen kein bisschen besser und noch viel egoistischer. Klingt eher wie ein Menschenhasser. Mehr Hirn braucht der Bürger!
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  •   andip
    (9224 Beiträge)

    27.09.2018 12:01 Uhr
    Nicht aufregen
    Das ist seine Art von Humor.
    Muss man nicht ernst nehmen.
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  •   Malerdoerfler
    (4652 Beiträge)

    07.10.2018 22:07 Uhr
    Pfandsystem?
    Vielleicht wäre die Ökobilanz dann besser.
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  •   Robert1959
    (1874 Beiträge)

    26.09.2018 21:30 Uhr
    Ich weiß nicht wie der Veranstalter das Müllproblem löste!
    Auf der Marathonstrecke gab es viele Müllcontainer, dorthin entsorgte ich auch meine Becher. Das mag bei manch einem Läufer auch ein Zeitproblem zu sein oder sie waren einfach zu erschöpft. Der Wind am Citypark war noch nicht so stark wie er zwei Stunden später war, ein paar Feger und das Problem wäre weg. Es muss ja nicht die Stadt sein, da könnten auch Schüler oder andere etwas dazu verdienen!
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  •   bergdoerfler
    (1610 Beiträge)

    26.09.2018 21:10 Uhr
    Warum werfen die Läufer die Becher
    einfach so in die Gegend? Muss das sein? Man kann doch Auffangbehälter aufstellen, dann können die Becher da rein geworfen werden.
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  •   Route66
    (1366 Beiträge)

    27.09.2018 06:48 Uhr
    Die Läufer
    die 42 km laufen, müssen sich auf den Lauf konzentrieren. Die können nicht noch Müllbehälter suchen, vor allem wird der Gesamtlauf gestört, wenn ständig einer seine Laufstrecke Richtung seitlicher Abfallbehälter verlässt. Das mit drn Bechern klappt eigentlich jedes Jahr sehr gut, weil die Helfer immer sofort aufräumen. Dazu war am Sonntag keine Chance. Ich war dort, denen flogen die gefüllten Wasserbecher vom Stand, so schnell hast Du nicht schauen können. Ich habe Respekt vor allen Helfern, die trotzdem entlang der Strecke immer wieder aufgeräumt haben.
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