Aktualisierung, 28. Juni: 300 Teilnehmer
Nach Informationen der Karlsruher Polizei nahmen 300 Radfahrer an der Critical Mass teil. Besondere Vorkommnisse habe es nicht gegeben. Der Veranstalter selbst spricht von 295 Teilnehmern, die in ausgelassener Stimmung für bessere Radwege und gegen die Hagsfelder Südumfahrung demonstrierten.

Fahrraddemo startet am Kronenplatz
Über Durlach geht es auf die B 10/Nordtangente, bis zur Elfmorgenbruchstraße. Anschließend geht es durch Hagsfeld und die Waldstadt zum Schlossplatz. Die Fahrräder müssen verkehrssicher sein. Die Initiative teilt mit, dass eine Beleuchtung wegen des späten Sonnenuntergangs nicht erforderlich ist.
- Wann? Freitag, 27. Juni, ab 18 Uhr.
- Wo? Treffpunkt ist der Kronenplatz.

Strecke: Wo fährt die Fahrraddemo entlang?
Aufgrund der Versammlung sind Straßensperrungen entlang der Strecke erforderlich, die bis zum Passieren des Aufzuges aufrechterhalten und unmittelbar danach wieder aufgehoben werden. Das geht aus einer Mitteilung der Stadt vom 23. Juni hervor. Das Ordnungsamt empfiehlt Ortskundigen daher, die von der Aufzugsstrecke betroffenen Straßen weiträumig zu umfahren.
- Fritz-Erler-Straße
- Ludwig-Erhard-Allee
- Wolfartsweierer Straße
- Ottostraße
- Killisfeldstraße
- Auer Straße
- Rommelstraße
- Badener Straße (B3)
- Gymnasiumstraße (B3)
- Grötzinger Straße (B3)
- B10
- Elfmorgenbruchstraße
- An der Tagweide
- Brückenstraße
- Schwetzinger Straße
- Beuthener Straße
- Gustav-Heinemann-Allee
- Am Sportpark
- Glogauer Straße
- Breslauer Straße
- Theodor-Heuss-Allee
- Adenauerring
- Engesserstraße
- Neuer Zirkel
- Zirkel
- Schlossplatz
- Schlossbezirk

Worum geht's?
Zwischen den Karlsruher Stadtteilen Hagsfeld und Rintheim plant die Gemeinderatsmehrheit den Bau einer neuen Umfahrungsstraße. Die Maßnahme soll rund 118 Millionen Euro kosten.

Die Initiative, die sich gegen das Projekt ausspricht, kritisiert unter anderem, dass es sich dabei um eine Straße mit dem Charakter einer Landesstraße handle – die Finanzierung jedoch vollständig aus dem städtischen Haushalt erfolgen solle. Auf ihrer Website äußert sich die Initiative deutlich: "Die Einnahmen schrumpfen, und die Ausgaben sind ohnehin schon hoch. Klimaschutz, Kinderbetreuung und Kultur – es gibt Dringenderes als eine Straße, die letztlich nur den Autoverkehr fördert."
Die Initiative schreibt zudem, dass der motorisierte Individualverkehr nicht weiter bevorzugt werden dürfe, wenn die Stadt ihre Klimaziele erreichen wolle. Das Auto sei – unabhängig vom Antrieb – die teuerste, flächen- und energie- ineffizienteste Form der Fortbewegung. Investitionen in den Radverkehr seien hingegen klar kommunale Aufgabe. Wenn aber große Summen für neue Straßenprojekte verwendet würden, fehle das Geld für eine echte Verkehrswende.