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Philippsburg: Verein "Pfotenliebe" gibt Streunern eine zweite Chance: "Haben viel Elend gesehen"

Philippsburg

Verein "Pfotenliebe" gibt Streunern eine zweite Chance: "Haben viel Elend gesehen"

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    Pfotenliebe e.V. aus Philippsburg hilft Streunern wieder auf die Beine.
    Pfotenliebe e.V. aus Philippsburg hilft Streunern wieder auf die Beine. Foto: Pfotenliebe e.V. / privat

    Seit 2022 gibt es einen weiteren Tierschutzverein, der im Landkreis Karlsruhe beheimatet ist: "Pfotenliebe e.V." aus Philippsburg.  Dieser besteht aus einem "bunt gemischten Haufen" von Menschen im Alter zwischen 20 und 60 Jahren zusammen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Tierleid zu verringern.

    "Haben viel Elend und Leid erlebt"

    Anders als beispielsweise Yvonne Lange von der Wildtierhilfe (ka-news.de berichtete) kümmert sich dieser Verein nicht um Tiere vor Ort, sondern hat ein eigenes Tierheim in Bulgarien errichtet – das "Streunerdorf". Dieses wird auf eigene Kosten instandgehalten und betrieben.

    Lisa Hormuth, Mitglied vom Verein "Pfotenliebe e.V.", verrät die Hintergründe: "Durch eine befreundete bulgarische Tierschützerin sind wir auf die Lebensbedingungen der Straßentiere aufmerksam geworden."

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    Foto: Pfotenliebe e.V. / privat

    Bulgarien gehört zu den ärmsten Ländern der EU. Die Region Kardzhali, in der Pfotenliebe aktiv ist, liegt nahe der türkischen Grenze. Hunde und Katzen haben dort kaum einen Stellenwert. "Wir haben dort sehr viel Elend und Leid erlebt", sagt Hormuth.

    Der Verein hilft direkt vor Ort

    Mehrmals im Jahr reist "Pfotenliebe e.V." auf eigene Kosten nach Kardzhali. Dort testen die Mitglieder Hunde, die nach Deutschland vermittelt werden sollen und organisieren Kastrationskampagnen. In Zusammenarbeit mit örtlichen Tierärztinnen und Tierärzten können Anwohnerinnen und Anwohner ihre Tiere zur Kastration bringen.

    Tierschützerin Zhaneta in Bulgarien
    Tierschützerin Zhaneta in Bulgarien Foto: Pfotenliebe e.V. / privat

    Auch Straßenhunde und -katzen werden kastriert. Doch nicht alle Tiere lassen sich in ein neues Zuhause vermitteln. So werden nicht sozialisierte Hunde, die in Rudeln auf der Straße leben, nach der Kastration an Futterstellen wieder freigelassen. 

    Auf die Frage nach einem besonders schönen Erlebnis antwortet Lisa Hormuth: "Die Ankünfte unserer Tiere in Philippsburg sind immer etwas Besonderes. Nach all der Arbeit kommen sie endlich hier an, und glückliche Familien nehmen ihre neuen Familienmitglieder in Empfang."

    Auch im Landkreis Karlsruhe ist der Verein aktiv

    Trotz des Schwerpunkts in Bulgarien engagiert sich "Pfotenliebe e.V." auch in Karlsruhe und Umgebung. Denn das Problem mit Streunerkatzen nehme auch im Landkreis immer größere Ausmaße an. Der Verein hilft mit Pflegestellen, Kastrationen und medizinischer Versorgung. Zudem arbeitet man eng mit anderen Tierschutzorganisationen zusammen.

    Findelkitten aus dem Karlsruher Landkreis
    Findelkitten aus dem Karlsruher Landkreis Foto: Pfotenliebe e.V. / privat

    Das Telefon von Lisa Hormuth klingelt fast täglich, da immer wieder Menschen Streuner oder Fundkatzen melden. Auch viele, die ihre Haustiere abgeben möchten, weil diese nicht mehr in ihre Lebensumstände passen, suchen Unterstützung. In solchen Fällen versucht der Verein ebenfalls zu helfen.

    So könnt ihr helfen!

    Für die Versorgung der Tiere, das Futter, das Streunerdorf, benötigt der Verein jede noch so kleine Spende.

    Viele Bürger unterstützen "Pfotenliebe e.V." bereits - sei es als Fördermitglied, durch Spenden oder das Teilen von Beiträgen in sozialen Netzwerken. Dennoch werden dringend weitere Helfer gesucht, insbesondere Pflegestellen. Diese sind das Sprungbrett für Hunde in ein neues Leben. 

    Erfolgreich vermittelt! Hund Max hat ein neues Zuhause.
    Erfolgreich vermittelt! Hund Max hat ein neues Zuhause. Foto: Pfotenliebe e.V. / privat

    Interessierte nehmen ein Tier vorübergehend auf – so kann es in einem geschützten Umfeld auf ein dauerhaftes Zuhause vorbereitet werden. Besonders Familien mit Kindern oder bereits vorhandenen Hunden profitieren davon, den neuen Vierbeiner vor einer endgültigen Entscheidung in einer Pflegestelle kennenzulernen.

    Streunerdorf in Bulgarien.
    Streunerdorf in Bulgarien. Foto: Pfotenliebe e.V. / privat

    Auch wer kein Tier adoptieren möchte, kann als Pflegestelle wertvolle Unterstützung leisten. "Wenn jeder etwas hilft, kann Großes erreicht werden. Sei es durch Futterspenden, das Bereitstellen einer Pflegestelle für ein paar Wochen oder das Verbreiten unserer Beiträge. Jede Hilfe kommt an – wir geben immer alles für die Tiere", betont Hormuth. 

    Weitere Infos unter: www.pfotenliebe-ev.de

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