DNA-Test auf Erbkrankheiten

Gerade bei den Hunden gibt es rassetypische Krankheiten. Dackel sind beispielsweise bekannt für die Dackellähme, der Australian Shepherd neigt zu Gelenkerkrankungen, der Dalmatiner zu Taubheit und der Schäferhund zur Hüftgelenksdysplasie. Ob ein Hund das Risiko für bestimmte Krankheiten in sich trägt, kann durch eine DNA-Analyse auf Erbkrankheiten in einem Speziallabor herausgefunden werden. Der Test wird bequem zu Hause vorgenommen und das Teströhrchen an das Labor geschickt. Sobald das Ergebnis vorliegt, wird es in einer eigens entwickelten App übersichtlich angezeigt. Neben einer Rassebestimmung testet der Gentest den Hund auf mehr als 175 allgemeine und rasserelevante Erbkrankheiten. So können genetisch bedingte Erkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Mindestens einmal im Jahr zum Tierarzt

Neben dem Gentest auf Erbkrankheiten sollten alle Haustiere regelmäßig mindestens einmal im Jahr bei einem Tierarzt einer gründlichen Untersuchung unterzogen werden. Dazu gehört ein allgemeiner Gesundheits-Check mit Abhören, Abtasten, Kontrolle der Augen und Ohren sowie der Zähne und der Schleimhäute. Auch werden Hunde und Katzen gewogen, denn viele Tiere leiden an Übergewicht. Das ist bei Tieren genauso gesundheitsschädlich wie beim Menschen. Außerdem sind eine Untersuchung auf Parasiten und eine regelmäßige Wurmkur ratsam. Die Gesundheitsvorsorge zu Hause beginnt mit Zahn- und Fellpflege, Krallen schneiden und gesunder Ernährung. Zahnstein kann man zum Beispiel beim Hund durch regelmäßiges Zähneputzen mit einem speziellen Fingerling vorbeugen, die Katze bekommt Trockenfutter und Kaustangen, um Zahnbeläge natürlich zu entfernen.

Check-up für ältere Haustiere

Für Hunde ab einem Alter von sechs Jahren und Katzen ab zwölf Jahren empfiehlt sich ein sogenannter Geriatrie-Check. Er umfasst neben der bekannten Allgemeinuntersuchung auch noch eine Blutuntersuchung, mit der nicht zuletzt wichtige Organfunktionen abgeklärt werden. Dabei werden zum Beispiel die Leber- und Nierenwerte überprüft. Nierenerkrankungen zählen zu den häufigsten Todesursachen bei älteren Hunden und Katzen. Die Blutuntersuchung dient auch dazu, Entzündungen aufzuspüren. Herz- oder Nierenerkrankungen sind für den Halter nicht einfach erkennbar. Sie treten mit zunehmendem Alter aber häufiger auf. Eine frühzeitige Behandlung kann das Fortschreiten der Krankheit deutlich verlangsamen. Manchmal reicht schon eine Umstellung auf ein Spezialnierenfutter aus, um dem Tier und seinem Halter viel Leid zu ersparen.

Vorsorgen durch Versicherungsschutz

Tierärztliche Untersuchungen und sich anschließende Behandlungen sind immer mit Kosten verbunden, gegen die Tierhalter sich aber absichern können. Die Tierkrankenversicherungen erstatten die meisten der notwendigen Untersuchungs- und Behandlungskosten für Hunde und Katzen. Auch die Behandlung gegen Parasiten, die Zahnprophylaxe und Impfungen werden durch die Versicherung getragen. Die Beiträge sind abhängig vom Leistungsumfang und bei den Versicherern auch sehr unterschiedlich. Durchschnittlich betragen die Kosten für eine Tierkrankenversicherung rund zehn Euro im Monat für Kleintiere, zwölf für Katzen und 13 für Hunde. Bedenkt man, dass Operationen mehrere tausend Euro kosten können, lohnt sich eine solche Versicherung auf jeden Fall.