Das 2004 gegründete Netzwerk umfasst mit den beschlossenen Neuaufnahmen 246 Städte in der ganzen Welt. Die Mitglieder verpflichten sich, Kultur ins Zentrum ihrer Entwicklungsstrategien zu stellen und Erfahrungen auszutauschen. Aus Deutschland sind bereits Hannover (Musik), Heidelberg (Literatur), Mannheim (Musik) und Berlin (Design) beteiligt.

"Das ist ein bedeutender Tag für die Fächerstadt", sagt Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup in einer Pressemeldung der Stadt. "Mit ihrer Entscheidung erkennt die Unesco die besonderen Potenziale Karlsruhes als Medienkunst- und Kreativstandort an. Durch die Auszeichnung als Unesco Creative City of Media Arts schärft Karlsruhe sein Profil als ein führendes Zentrum der universellen Medienkunst, der Digitalwirtschaft und IT-Forschung weiter."

(Symbolbild)
(Symbolbild) | Bild: Thomas Riedel

Mentrup verweist hier auf das jüngste Ranking der EU, das Karlsruhe als Nummer zwei der europäischen Städte bis 500.000 Einwohner bei Kultur und Kreativität einstuft. „Die Stadt gewinnt jetzt international noch mehr an Strahlkraft und Aufmerksamkeit. Mein Dank gilt allen Partnern der Bewerbung", so das Stadtoberhaupt. "Jetzt kommt es darauf an, das enorme Potenzial, das die Aufnahme in das Creative Cities Network der Stadt Karlsruhe bietet, voll auszuschöpfen", ergänzt Kulturbürgermeister Albert Käuflein.

Den unter Federführung des Kulturamts entwickelten Aktionsplan wollen die beteiligten Institutionen in den kommenden vier Jahren in die Tat umsetzen. Lokale Bausteine sind dabei die Präsentation von Medienkunst im öffentlichen Stadtraum, etwa bei den "Schlosslichtspielen" oder beim neuen Festival "Seasons of Media Arts", sowie die Förderung innovativer, kooperativer und vernetzter Medienkunst-Projekte heißt es vonseiten der Stadt weiter. 

Schlosslichtspiele 2017
Schlosslichtspiele 2017 | Bild: Reiff

Peter Weibel, künstlerisch-wissenschaftlicher Vorstand des ZKM: "Diese Auszeichnung ist eine globale Anerkennung, dass Karlsruhe immer mehr zu einer Kapitale der Kunst und Kreativität geworden ist. Mit Dankbarkeit und Freude nehmen wir den Titel entgegen. Denn damit ist klar, dass die langjährige Kulturarbeit in Karlsruhe uns in die Champions League der Medienkunst geführt hat."

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