Aus der Traum vom DFB-Pokal! Lange ist es her, dass er Karlsruher SC bis ins Pokalfinale kam. In diesem Jahr waren die Badener mit dem Viertelfinaleinzug  nah dran, am Ende heißt die Endstation allerdings Hamburger SV.

KSC startet gut

Dabei erwischte der KSC einen guten Start im Norden. Nach und nach arbeitete sich der KSC ins Spiel, gegen zunächst spielbestimmende Hanseaten.

DFB-Pokal: Hamburger SV - Karlsruher SC
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So konnte die Eichner-Elf auch Nadelstiche setzen. Linksverteidiger Philip Heise brachte die Gäste kurz vor der Pause per Freistoß in Führung und nutzte dafür auch einen Fehler von HSV-Keeper Heuer Fernandes aus. Das gute Gegenpressing des KSC und die Stärke bei Standards sorgten für eine nicht unverdiente Führung.

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Auch nach der Pause nutzten die Badener das Momentum in einem umkämpften Spiel für sich und so besorgte Top-Torjäger Philipp Hofmann das 2:0 für den Sportclub. Erneut sah der Hamburger Schlussmann nicht gut aus. Doch der HSV blieb wach, bewies Moral und meldete sich mit dem umgehenden Anschlusstreffer durch Robert Glatzel zurück – nur zwei Minuten nach dem Hofmann-Treffer. Für Chrstian Eichner "die spielentscheidende Situation" wie er nach dem Spiel am Sky-Mikrofon sagte.

Mit dem Anschlusstreffer im Rücken, ging die Spielkontrolle mehr und mehr an den HSV gegenüber, der nun auch mutiger spielte. Die guten Chancen der Nordlichter häuften sich, doch noch hielt die KSC-Defensive. 

Zwayer wieder im Fokus: Umstrittener Strafstoß, 20 Minuten in Unterzahl

Nach dem Glatzel-Anschlusstreffer gab es einen weiteren Wendepunkt: Es passierte das, was bei einem Fußballspiel nie optimal ist. Der Schiedsrichter rückte in den Mittelpunkt.

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Die Zuschauer sahen im Volksparkstadion ein 120 minütiges Fußballspiel voller Spannung, Spielwitz und Toren. Und daran hatten beide Teams ihren Anteil.

Felix Zwayer entschied nach einem Zweikampf zwischen Glatzel und KSC-Verteidiger Christoph Kobald im Strafraum auf Elfmeter. Auch der Hinweis vom VAR und die anschließende Sichtung der Bilder konnten den Unparteiischen nicht umstimmen.

"Eine komplette Fehlentscheidung", befand KSC-Trainer Christian Eichner nach dem Spiel. "Jeder macht es in dem Moment so gut wie er es kann. Kein Vorwurf." 

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Erst kürzlich stand Schiedsrichter Felix Zwayer in den Schlagzeilen. Nach umstrittenen Entscheidungen im Bundesliga-Spitzenspiel Bayern-Dortmund hatte er sich sogar für einige Wochen aus dem Spielbetrieb zurückgezogen.

Unterzahl für den KSC

In der Folge der Entscheidung musste Kobald jedoch mit der Ampelkarte das Feld verlassen. Den Strafstoß konnte Gersbeck dann parieren, dennoch bekam der HSV weiter Oberwasser. Doch wirklich gefährlich wurde es im Anschluss nur noch selten, um Gersbeck und Co. Wirklich in Verlegenheit zu bringen.

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Es dauerte bis in die Nachspielzeit, als die tapfer verteidigenden Karlsruher doch noch überwunden wurden. Erneut schlug Glatzel für den HSV zu und rettete dem ehemaligen Dino die Verlängerung.

Patzender Fernandes wird zum Elfmeter-Helden

Diese verlief größtenteils zäh und ohne große Torraumszenen. Vor allem der KSC war auf defensive Absicherung bemüht. Dennoch blieb das Spiel weiter sehr umkämpft, so dass die Entscheidung an diesem Abend im Elfmeterschießen her musste.

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Dort avancierte HSV-Keeper Heuer-Fernandes zum Helden, der zuvor bei beiden Karlsruher Gegentreffern schlecht ausgesehen hatte. Gegen Wanitzek und van Rhijn ging der Deutsch-Portugiese als Sieger hervor. Auch beim Elfmeter von KSC-Neuzugang O`Shaughnessy ahnte der Keeper das richtige Eck, der Ball prallte zuvor aber an den Posten. Damit war das Halbfinal-Ticket für den HSV gebucht. Der KSC ist am Samstag bei St. Pauli erneut in Hamburg gefordert.