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Karlsruhe: KSC bezwingt Hannover 96: Ein Sieg für das Selbstvertrauen

Karlsruhe

KSC bezwingt Hannover 96: Ein Sieg für das Selbstvertrauen

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    KSC bezwingt Hannover 96: Ein Sieg für das Selbstvertrauen
    KSC bezwingt Hannover 96: Ein Sieg für das Selbstvertrauen Foto: Michaela Anderer

    Wie schon gegen Köln und Magdeburg, wurde auch der Aufstiegsaspirant Hannover 96 besiegt. Mit 1:0 behielten die Badener die Oberhand. "Etwas glücklich, aber absolut nicht unverdient", so die Einordnung von KSC-Cheftrainer Christian Eichner.

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    Foto: Michaela Anderer

    Es war das vierte Heimspiel in Folge in dem die Blau-Weißen ungeschlagen blieben. Aber: Nach dem schwachen Auftritt beim Ligaspiel in Berlin merkte man dem KSC-Team die Verunsicherung an. Kurz nach dem Anpfiff, die erste Chance für die Gäste. Ex-KSC- Spieler Jannik Dehm kam aus 16 Metern zum Schuss - zielte knapp vorbei.

    Durchwachsene Anfangsphase

    Der KSC unter Druck, schaffte nur wenig Entlastung. Nach 20 Minuten kein Schuss aufs Gästegehäuse. Es wurde mehr nach hinten als nach vorne gespielt. Immer wieder Fehlpässe. Zweite Bälle gewinnen - Fehlanzeige.

    Und: Vorne wurden keine Bälle festgemacht. Zudem anfangs: Viele Fehlpässe in Spielaufbau. Hannover war absolut spielbestimmend. Beweis gefällig? Der KSC hatte nach 15 Minuten nur 35 Prozent Ballbesitz.

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    Foto: Michaela Anderer

    Eichner zu dieser Phase: "Wir hatten anfangs im Spiel mit dem Ball große Probleme. Viele Passfehler, dann haben wir weder den freien Mann, noch den freien Raum gesehen. Hannover war dominant. Dann haben wir uns besser reingefuchst."

    In Minute 34 - eine Riesenchance für die Blau-Weißen. Bambasé Conte kam sechs, sieben Meter vor dem Tor der Hannoveraner zum Schuss. Gästekeeper Ron-Robert Zieler konnte parieren.

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    Foto: Michaela Anderer

    Dann befreiten sich die Karlsruher etwas, gestalteten die Partie ausgeglichen. Einsatz und Engagement stimmten. Aber: Spielerisch und in Sachen Torgefahr war noch Luft nach oben. Offensichtlich: Das Selbstbewusstsein der Eichner-Elf wurde von Minute zu Minute größer.

    "Breite badische Brust" kehrt zurück

    Dadurch ging auch die Ballsicherheit nach oben und die Quote der fatalen Fehler nach unten. Auffallend: Nachdem der KSC schlecht ins Spiel kam, fehlte die Sicherheit, das Selbstverständnis, der Glaube an das eigene Können. Doch mit zunehmender Spieldauer kam das Selbstbewusstsein. Endlich war wieder - wie in der Hinrunde - die "breite badische Brust" der Blau-Weißen zu sehen.

    Zweikämpfe wurden angenommen und in Halbzeit zwei meist gewonnen. KSC hat sich in dieses Spiel gearbeitet, hat sich die Führung und den Dreier erarbeitet. Der Sieg war nicht unverdient.

    Jubel beim 1:0 KSC-Erfolg gegen Hannover.
    Jubel beim 1:0 KSC-Erfolg gegen Hannover. Foto: Michaela Anderer

    Kapitän Marvin Wanitzek, der von seinen Teamkollegen nahezu immer gesucht wurde, bestätigte der Mannschaft, dass die im Spiel von hinten raus einen deutlichen Fortschritt gemacht habe, "aber im Übergangsspiel nach vorne haben wir viele Fehler gemacht. Wir wollten vieles ohne Not erzwingen, haben so einfache Passfehler gemacht."

    Vertrauen und Leichtigkeit kamen zurück

    Dann habe es Infos "vom Trainer, von mir, von den erfahrenen Kollegen gegeben: Mehr Ruhe am Ball haben. Alles etwas besser vorbereiten." Das habe man umgesetzt. "So kam Stück für Stück das Vertrauen und die Leichtigkeit zurück, das wollen wir in den letzten sechs Spielen fortsetzen." 

    Wurden die Badener anfangs vom Gästeteam dominiert - vor allem weil die Elf, durch die Verunsicherung der Misserfolge zuletzt, fehlerhaft agierte, bisweilen der Pass mit einem "Zitter-Füßchen" ungenau gespielt wurde – so trat das Team in Halbzeit zwei selbstbewusst, durchweg stark auf.

    Mikkel Kaufmann auf dem Platz. (Archivbild).
    Mikkel Kaufmann auf dem Platz. (Archivbild). Foto: Michaela Anderer

    Mehr Ballgewinne. Mehr Ballbesitz. Mehr Torgefahr.  Der KSC agierte aggressiver. Nach einer gelungenen Kombination kam Ben Farhat im Strafraum zum Abschluss, scheiterte aber an Gästekeeper Zieler. Kurz danach sorgt Ben Farhat erneut für Gefahr, wurde aber von Joshua Knight gestoppt.

    Dann: Traumschuss von Marvin Wanitzek aus über 20 Metern. Die Kugel krachte an die Latte - Christoph Kobald war zur Stelle, staubte zum 1:0 ab. Die Leistungssteigerung trug Früchte. Danach verzog der enorm fleißige Dzenis Burnic knapp.

    Nach der KSC-Führung übernahm 96 wieder die Initiative, warf alles nach vorne. Die Karlsruher kämpften enorm, waren diszipliniert, verteidigten konzentriert. In der 84. Minute betätigte sich der eingewechselt Mikkel Kaufmann als "Ball Klau."  Kaufmann sprintete mit der Kugel am Fuß über 60 Meter – sein Schuss ging drüber. Doch er sorgte so etwas für Entlastung.

    "Das ärgert mich sehr"

    Trainer Christian Eichner war insgesamt zufrieden, aber über den Auftritt seines Teams in den letzten fünf, sechs Minuten enorm sauer: "Diese Nachlässigkeiten in der Nachspielzeit, diese furchtbaren einfachen Ballverluste und das hin und wieder nicht clevere agieren ärgert mich sehr."

    Auch Angreifer Bambasé Conté war zufrieden:  "Es war wieder mal Zeit, dass wir gewinnen, für die Köpfe, für das Selbstbewusstsein."

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