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Karlsruhe "Außenseiter" auf Punktejagd: Kann der KSC Düsseldorf noch den Aufstieg verbauen?

Im Spiel gegen Düsseldorf am Montagabend (Anpfiff 20.30 Uhr) wird es für den KSC wie bei der Partie in Hamburg: Auch hier müssen die Wildparkprofis ganz bestimmt nicht die Bürde des Favoriten tragen. Trainer Christian Eichner will "dennoch versuchen, aus der Außenseiterrolle zu Punkten zu kommen" - wie gut die Blau-Weißen hierfür gegen die Fortuna aufgestellt ist, ka-news.de hat die Fakten zum Match.

"Düsseldorf ist in dieser Begegnung der absolute Topfavorit. Wir treffen auf einen Erstligaabsteiger, eine überragende Mannschaft, die greifen nochmals komplett an" - so beschreibt Coach Eichner den KSC-Gegner für das letzte Nachholspiel am Montagabend. Um dort zu bestehen, müsse man daher alles geben: "Wir werden versuchen, unser positives Auswärtsgesicht zu zeigen."

Christian Eichner (KSC Trainer) kommt mit gesenktem Blick aus der Halbzeitpause.
Christian Eichner (KSC Trainer) kommt mit gesenktem Blick aus der Halbzeitpause. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

45 Spiele gab es im Profifußball zwischen dem KSC und Düsseldorf bisher. 24 in der Bundesliga, 17 in der 2. Bundesliga und vier Pokalspiele. Die Karlsruher gewannen 18 Spiele, zwölf Partien endeten unentschieden. Insgesamt hat der KSC ergebnistechnisch die Nase etwas vorn.

Gegen Düsseldorf geht es meistens 1:1 aus

Das häufigste Resultat der Begegnungen Düsseldorf gegen den KSC - 1:1. Im Schnitt erzielt Fortuna gegen den KSC 1,4 Tore - dem KSC gelingen im Schnitt 0,8 Treffer. Aber Achtung: Auswärts trifft der KSC pro Partie 1,81 mal. Und: Die Blau-Weißen haben keines ihrer letzten sieben Auswärtsspiele verloren!

Gehen die Fortunen in einer Heimpartie mit 1:0 in Führung, verlassen sie das Spielfeld fast immer als Sieger - in 90 Prozent der bisherigen Begegnungen. Auch daher freuen sich die Rheinländer, dass gegen den KSC eine Serie von drei Heimspielen in Folge startet. Mit Aussicht, doch nach an Platz 3 anzudocken?

"Wir tun gut daran, uns auf das nächste Spiel zu fokussieren"

Trainer Uwe Rösler bleibt zurückhaltend. "Wir tun gut daran, uns auf das nächste Spiel zu fokussieren. Aber auf der Zielgeraden passieren verrückte Sachen." Rösler glaubt, dass es um den Aufstieg "ein enges Rennen bis zum letzten Spieltag" geben wird. Düsseldorf will den Sprung in die Bundesliga unbedingt schaffen. Doch im Moment führt die Fortuna nur eine Tabelle an – die Sünderkartei mit sechs Roten Karten.

Uwe Rösler (Trainer Fortuna Düsseldorf) feuert seine Mannschaft an.
Uwe Rösler (Trainer Fortuna Düsseldorf) feuert seine Mannschaft an. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Am gefährlichsten sind die Schützlinge von Trainer Rösler zwischen der 76. und 90. Minute. Da erzielen sie fast die Hälfte aller ihrer Treffer. Dagegen sind sie in den 15 Minuten vor der Halbzeit fast torungefährlich, schafften es in diesem Zeitraum gerade einmal, fünf Prozent aller ihrer Treffer zu markieren.

Düsseldorf verlor zuletzt in Paderborn mit 1:2 - ein heftiger Dämpfer im Rennen um den Aufstieg. Wollen die Fortunen noch ihre Minimalchance - zumindest auf den Relegationsrang - wahren, dann ist ein Sieg gegen den KSC Pflicht.

KSC auswärts gegen Düsseldorf stark unterwegs

Die F95 absolvierte das letzte Zweitligaspiel, eben in Paderborn, am 24. April. Danach, insgesamt acht Tage, war bei den Fortunen Ruhe angesagt. Die "Akkus für die entscheidenden Spiel in Sachen Aufstieg aufladen" war die Devise, die Fortuna Coach Rösler ausgab.

Bei Auswärtsspielen in Düsseldorf lieferte der KSC zuletzt immer gute Leistungen ab. Die Wildparkprofis sind seit vier Duellen in der Hauptstadt von NRW unbesiegt. Für die Gastgeber ist das ein Negativrekord. Die Fortunen sind gegen keinen anderen Zweitligisten länger ohne Dreier.

Bormuth und Heise sind Fortuna-erfahren

Im KSC-Kader hat Robin Bormuth die längste Erfahrung in Diensten der Düsseldorfer. Der Abwehrspieler stand sieben Jahre bei der Fortuna unter Vertrag, ehe er in den Wildpark wechselte. Phillip Heise hat gar noch mehr Bindung zur Landeshauptstadt NRWs.

Philip Heise (KSC 16) in der Abwehr.
Philip Heise (KSC 16) in der Abwehr. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Denn: Er ist gebürtiger Düsseldorfer, seine Familie lebt in Meerbusch bei Düsseldorf. Der Linksverteidiger hat bei der KSC Partie in Hamburg seine Gelbsperre abgesessen, rückt bei dem Club, für der er vor vielen Jahren in der Jugend spielte, wieder in die Startelf der Badener.

Rouwen Hennings jubelt für den KSC

In den Reihen der Düsseldorfer steht mit Matthias Zimmermann ein Profi, der im Wildpark ausgebildet wurde. Auch Rouwen Hennings hat Erfahrung im Trikot der Blau-Weißen. Und: Hennings mag auch nach einem Abgang den KSC. Bei Spielen der Badener im Westen sitzt der inzwischen 33 Jahre alte Stürmer schon mal mit einem KSC Schal um den Hals auf der Tribüne, unterstützt seinen Ex-Club lautstark.

Matthias Zimmermann (Düsseldorf 25) spielt den Ball.
Matthias Zimmermann (Düsseldorf 25) spielt den Ball. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Ein weiterer Grund, warum der Torjäger, der von 2012 bis 2015 im Wildpark unter Vertrag stand, den KSC so mag: Hennings erzielte in fünf Zweitligaspielen gegen den KSC sechs Treffer, gegen keinen anderen aktuellen Zweitligisten gelangen ihm mehr Tore. Aktuell hat er neun Treffer erzielt. Hennings ist ein Garant dafür, dass sich die Düsseldorfer so heimstark präsentierten: 14 Spiele - 30 Punkte, 24 zu 16 Treffer.

Rouwen Hennings (Düsseldorf 28) am Ball im Angriff.
Rouwen Hennings (Düsseldorf 28) am Ball im Angriff. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie
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  •   Winzer
    (24 Beiträge)

    03.05.2021 20:01 Uhr
    Gordon
    Gordon ist leider wieder raus aus der Startelf, ganz nachvollziehen kann ich es nicht. Generell gefällt mir dieses von mehreren Seiten getragene "Rentner"-Image nicht besonders (auch wenn Gordon selbst es vielleicht sogar auch mag, aber es schlägt sich schon sehr in den Einsatzzeiten nieder und öfter spielen würde er wahrscheinlich schon gerne). Wir hatten in der IV in dieser Saison öfter mal Probleme, bei denen er mit seiner ganzen Erfahrung wohl gut getan hätte und sein Torriecher sollte man auch nicht außer Acht lassen. Und wenn man seine Saisondaten ansieht, fällt auf, dass wir 5 von 7 Spielen bei denen er 90 Minuten auf dem Platz war gewonnen haben. Ist das nur Zufall oder könnte er vielleicht sogar eher Leader als Rentner sein, wenn man ihn ließe?

    Ich hoffe, er muss nicht wieder wochenlang allein im Wald trainieren, bevor OK die Groschen für ein weiteres Jahr seines "Kabinenspielers" findet.
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  •   melotronix
    (3444 Beiträge)

    03.05.2021 18:00 Uhr
    KA-News
    ...aber sicher kann der KSC das!
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  •   Antichrist
    (1608 Beiträge)

    03.05.2021 17:19 Uhr
    In den nächsten drei Spielen
    ist verlieren erlaubt...
    Wär halt nur blöd für den HSV 😁
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  •   Rundbau-Gespenst
    (12345 Beiträge)

    03.05.2021 16:02 Uhr
    Auswärtssieg!
    Auswärtssieg! Auswärtssieg! Auswärtssieg! Auswärtssieg! Auswärtssieg! Auswärtssieg! Auswärtssieg! Auswärtssieg!

    KSC forever !!!

    grinsen
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
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