Vom Glück verfolgt ist Markus Kuster im KSC-Trikot bisher nicht. Bei seiner Einwechslung gegen Aue zappelte die Kugel im Netz, ohne dass der Torhüter den Ball zuvor berührte. In Düsseldorf, als er erstmals in dieser Spielrunde in der Startelf stand, weil Stammkeeper Marius Gersbeck gesperrt war, spielte er insgesamt zwar gut - kassierte dennoch drei Gegentreffer.

Unsicherheit zu Beginn

Anfangs war dem Österreicher anzumerken, dass er etwas nervös war. Bei dem ersten Fortunen Eckball in Minute zwei war er ein wenig orientierungslos durch den Strafraum gelaufen. Doch dann zeigte er, welche Qualitäten ihn auszeichnen. Bei einem Schuss vom überragenden Khaled Narey kurz danach parierte er klasse.

Ersatztorhüter Markus Kuster.
Ersatztorhüter Markus Kuster. | Bild: Uli Deck/dpa/Archivbild

Als dann Daniel Gordon den Ball im Mittelfeld verlor, die KSC Defensive zu langsam agierte, konnte Kuster nur konsterniert zuschauen, wie Philip Heise die Kugel ins eigene Netz beförderte. Nachdem Kristoffer Peterson die KSC-Abwehr ausgespielt hatte und zum Schuss kam, parierte Kuster erneut prächtig. So verhinderte er, dass die Badener schon früh einen zweiten Treffer hinnehmen mussten.

Kein grober Schnitzer

Bei der nächsten Flanke war der "Ösi" etwas zu zögerlich. Hin und wieder merkte man ihm - verständlicherweise - an, dass Spielpraxis fehlt. Das Verständnis mit den Abwehrkollegen kann, bei so wenigen Einsätzen unter Wettkampfbedingungen, einfach nicht richtig gut sein.

Torwart Markus Kuster (KSC 1) mit Markus Miller (KSC Torwarttrainer) im Dialog.
Torwart Markus Kuster (KSC 1) mit Markus Miller (KSC Torwarttrainer) im Dialog. | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Doch trotz der fehlenden Spielpraxis - ein großer Lapsus, ein spielentscheidender Fehler unterlief ihm nicht. Kuster traf an der 1:3 Pleite der Badener in Düsseldorf keine elementare Schuld.

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Er strahlte zwar nicht durchgängig Sicherheit und Souveränität aus, aber der 27-Jährige lieferte einen ordentlichen Job ab. Bei seiner Spieleröffnung überzeugte er. Von seinen Pässen kamen 95 Prozent beim Teamkollegen an.