Beim Spiel in Düsseldorf wird beim KSC Stammkeeper Marius Gersbeck fehlen. Der ist, nach seinem Platzverweis nach einer Notbremse in der Partie gegen Aue, für eine Partie gesperrt. Bei der Fortuna ist "Gersi" also nur Zuschauer - danach im DFB-Pokalspiel der zweiten Runde in Leverkusen - am 27. Oktober - hätte er eh wieder spielen dürfen, da seine Sperre nicht wettbewerbsübergreifend gilt.

Gersbeck mit Licht und Schatten

Gersbeck lieferte bisher eine Saison mit Höhen und Tiefen ab. Meist spielte er überragend gut. Doch hin und wieder: ein Aussetzer. Auch gegen Aue agierte er bis zum Platzverweis richtig gut. Dann: Eine kleine Fehleinschätzung nach einem zu zögerlichen Eingreifen der KSC-Abwehr, einen Sekundenbruchteil zu spät nach vorne gelaufen - Notbremse gegen Anthony Barylla. Platzverweis in Minute 80.

KSC gegen Aue am 16. Oktober
Bild: Mia

Auch beim Heimspiel gegen St. Pauli gab´s tolle Gersbeck Paraden - aber dann verspekulierte er sich und es unterlief ihm ein Eigentor. "So ist mein Spiel, da gibt es eben mal ein Risiko", sagte er. Allerdings hat Gersbeck mit seinem bisweilen riskanten Torwartspiel schon wesentlich mehr Punkte gerettet, als dadurch verloren wurden. Sei´s drum: In Düsseldorf hat er Pause.

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Gersbecks Ersatzmann ist der Österreicher Markus Kuster. Der 27-Jährige wurde gegen Aue eingewechselt - und sofort beim Freistoß, der Aue für das Gersbeck-Foul zugesprochen wurde, kalt“ erwischt. Die Kugel zappelte im Netz, ohne dass Kuster den Ball überhaupt berührt hatte. Kuster erklärte zu dieser Szene, dass er den Ball relativ spät gesehen habe. Bekannte auch, dass er vielleicht einen Mann weniger in die Mauer hätte stellen sollen, "damit ich den Ball besser sehe."

Kuster: 152 Spiele in Österreich

Gegenüber den Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) erklärte der Keeper, dass die Wahrscheinlichkeit, als zweiter Torwart nicht ins Spiel zu kommen, "bei 99 Prozent liegt." Daher sei es schwierig, sofort da zu sein, sofort gute Leistung abzuliefern. Jetzt habe er den Vorteil, dass er sich eine Woche auf die Partie in Düsseldorf vorbereiten könne.

Torwart Markus Kuster (KSC 1) schießt den Ball.
Torwart Markus Kuster (KSC 1) schießt den Ball. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Obwohl Kuster beim 1:2 gegen Aue etwas unglücklich aussah, hat das KSC-Trainerteam volles Vertrauen in die eigentliche Nummer zwei. Auch, weil der alles andere als ein unerfahrener Keeper ist, denn der 194-Zentimeter-Mann war viele Jahre beim SV Mattersburg, in Österreichs erster Liga, Stammkeeper, absolvierte 152 Spiele in Austrias Bundesliga, ehe er ins Badische wechselte.

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In Düsseldorf hat Kuster die Chance, sich zu präsentieren, sein Können zu zeigen. Das ist wichtig für ihn, denn: Sein Vertrag beim KSC läuft im Sommer 2022 aus. Seine Perspektiven im Wildpark sind nicht unbedingt rosig. Logischerweise fühlt er sich als Nummer zwei - bei aller Freundschaft zu Gersbeck ("Marius und ich puschen uns, das ist ein positiver Konkurrenzkampf.") - nicht wohl. Mit einer Topleistung bei der Fortuna kann er sich beim KSC für einen neuen Vertrag empfehlen oder das Interesse anderer Clubs wecken.

"Markus bringt sehr viel mit"

Von KSC-Torwarttrainer Markus Miller bekommt der "Ösi" Lob: "Markus hat sehr gute Reflexe, bringt im Gesamtpaket, das einen Torwart auszeichnet, sehr, sehr viel mit." Miller beschreibt Kuster so: "Er ist ein sehr reflektierter Typ, sehr bodenständig, authentisch." Kuster wollte beim KSC "den nächsten Schritt in meiner Karriere gehen. Ich will mich beim KSC beweisen."

Torwart Markus Kuster (KSC 1) fängt den Ball.
Torwart Markus Kuster (KSC 1) fängt den Ball. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Dazu hatte er bisher - bei nur zwei Einsätzen über insgesamt 97 Minuten - keine Gelegenheit. Aber dennoch haut er sich „in jedem Training voll rein, damit der Trainer mir eine Chance gibt. Natürlich werde ich mich freuen zu spielen."