Markus Miller, der Torwarttrainer des KSC, der großen Anteil an der Verpflichtung des Österreichers Kuster hatte, lobt den 26-Jährigen. "Er hat sehr gute Reflexe.“ Kuster würde im Gesamtpaket sehr, sehr viel davon mitbringen, was einen guten Torwart auszeichnet.

Positiver Konkurrenzkampf mit Gersbeck

"Er bewegt sich auf seinem sehr guten Niveau, hat ja in Österreich schon lange in der ersten Liga gespielt. Aber er kann sich punktuell verbessern. Er hat ein super Grundgerüst, aus dem man noch mehr entwickeln kann. Das ist sehr interessant", sprudelt es aus "Killer-Miller" nur so heraus. Dann die Ergänzung zum "Mensch" Kuster: "Er ist ein sehr reflektierter Typ, sehr bodenständig, authentisch - er hat gute Charaktereigenschaften."

Torwart Markus Kuster (KSC 1) mit Markus Miller (KSC Torwarttrainer) im Dialog.
Torwart Markus Kuster (KSC 1) mit Markus Miller (KSC Torwarttrainer) im Dialog. | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Der 1,94 Meter große und 83 Kilo schwere Keeper, der für Mattersburg in Österreichs erster Liga 152 Spiele absolvierte, hört's gerne, bleibt aber zurückhaltend, als er kommentiert, was Torwarttrainer Miller mit "punktuell verbessern" meint:  "Dass es in jedem Bereich etwas gibt, was man verbessern kann. Ich bin in einem guten Torwartalter, kann noch einiges dazulernen. Ich hatte gute Gespräche mit Markus. Das war auch ein Grund für die Entscheidung pro KSC. Und das Training mit ihm macht enorm Spaß. Es gibt bei ihm und mir Phantasien, wo es etwas zu verbessern gibt."

"Meine Stärken und Schwächen sollen andere beurteilen"

Genauer will er auf Stärken und Schwächen, ob die im Fußballerischen oder im Bereich der Strafraumbeherrschung liegen, nicht eingehen. "Das sollen andere beurteilen. Wichtig ist für mich: Mit dem Trainer- und dem Torwartteam verstehe ich mich sehr gut. Das ist nicht selbstverständlich, aber beim KSC passt es gut. Marius Gersbeck und ich pushen uns, das ist ein positiver Konkurrenzkampf."

Torwart Markus Kuster (KSC 1) betritt das Spielfeld.
Torwart Markus Kuster (KSC 1) betritt das Spielfeld. | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Doch bei allem guten Verständnis: Die Nummer Eins als KSC Keeper hat er absolut im Visier. Dass er als Neuzugang einen kleinen Vorsprung gegenüber Konkurrent Gersbeck hat, sieht er nicht so. "Von Vorsprung weiß ich nichts. Das kann ich nicht beurteilen.

"Wünsche mir von Anfang an hinten von der Tabelle weg zu sein"

Aber: Marius ist schon länger hier. Ich wollte den nächsten Schritt in meiner Karriere gehen. Ich will mich beim KSC beweisen, haue mich in jedem Training voll rein, damit der Trainer mir eine Chance gibt. Natürlich würde ich freuen zu spielen - und wenn sich der Trainer auf mich als Nummer Eins festlegen würde."

Markus Miller (KSC Torwarttrainer) am Ball gegen Torwart Markus Kuster (KSC 1) beim Aufwärmen.
Markus Miller (KSC Torwarttrainer) am Ball gegen Torwart Markus Kuster (KSC 1) beim Aufwärmen. | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Ziele, persönlich und für den Club, hat er sich einige gesetzt. "Das Team steht im Vordergrund. Ich will dazu beitragen, dass wir eine ruhigere Saison als zuletzt erleben, dass wir von Anfang an hinten in der Tabelle weg sind. Persönlich: Schnell hier ankommen, schnell gute Leistungen bringen und sich schnell an das Niveau gewöhnen. Natürlich ist Deutschland auch fußballerisch ein ganzes Stück größer als Österreich…"

Lobende Worte für die Fans

Mattersburg sei nun mal ein kleines Städtchen. "Da ist sogar Malsch, wo ich im Moment wohne, größer. Karlsruhe hat über 300.000 Einwohner, das ist eine ganz andere Dimension. Trotz der Corona Beschränkungen habe ich bemerkt: Der KSC hat coole, richtig tolle Fans, die machen richtig gute Stimmung."

Die KSC Fans feuern die Mannschaft an.
Die KSC Fans feuern die Mannschaft an. | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Und weiter: "Wenn dann das neue Stadion dann fertig ist - super. Das Medieninteresse hier ist größer. Das Gesamtpaket hier ist größer als in Mattersburg. Obwohl das erste Liga war - und wir hier zweite Bundesliga sind."

Fokus durch Extra-Training 

Bei all den vielen neuen Dingen neben dem Platz verliert er den Fokus nicht auf den Fußball, trainiert permanent zusätzlich zu den Einheiten mit den Teamkollegen. "Vor dem Training arbeite ich individuell, mobilisiere, erwärme die Muskulatur. Natürlich gehe ich oft in den Kraftraum. Direkt nach dem Mannschaftstraining lasse ich mir oft noch Bälle auf das Tor schießen. Ich übe, lange Bälle zielgenau zu spielen. Dann heißt es: Regeneration."

Und in der wenigen Freizeit, "da unternehme ich etwas mit meiner Freundin, ich schaue mir gerne neue Orte an. Karlsruhe und Umgebung sind sehr, sehr reizvoll."