Nach einem schlechten Start mit zwei Niederlagen gegen Paderborn und Magdeburg, schaffte der KSC die Wende und holte im August zehn von zwölf möglichen Punkten. Nach sieben Spielen wird es Zeit für ein erstes Zwischenfazit.

Torhüter: Mit Gersbeck kam die Sicherheit zurück

Kai Eisele stand anfangs zwischen den Pfosten. Der Keeper ohne Zweitligaerfahrung zeigte keine schlechten Leistungen. Aber: Mit der Rückkehr des verletzten Stammtorhüters Marius Gersbeck, der etatmäßigen Nummer eins im Wildpark, kehrte Sicherheit und Stabilität ein.

Torwart Marius Gersbeck (KSC 35) schießt den Ball
Torwart Marius Gersbeck (KSC 35) schießt den Ball | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Für Trainer Christian Eichner war "die Rückkehr von Gersi enorm wichtig, dass wir auf die Erfolgsspur kamen." Gersbeck hat viel Erfahrung, eine enorme Ausstrahlung, bringt Ruhe rein und überträgt das auf seine Vorderleute. Selbst kleine Unsicherheiten bringen Gersbeck nicht aus dem Rhythmus.

Abwehr: Von der Schießbude zum Bollwerk

Anfänglich war der KSC die Schießbude der Liga. Nichts zu sehen vom so gefürchteten "Badischen Bollwerk." Zum einen, weil etliche Innenverteidiger verletzt waren, zum anderen, weil die aufgebotenen Abwehrspieler, die allesamt im Kader stehen, weil man ihnen Zweitligaqualität attestiert, nicht konstant überzeugen konnten.

Marcel Franke
Marcel Franke | Bild: Mia

Mit der Ausleihe von Stephan Ambrosius kehrte Stabilität ein. Ambrosius ist ein Abräumer, einer der die Kugel lieber, bevor er ein Risiko eingeht, aus der Gefahrenzone ballert. Seine Stärken liegen im Zerstören des gegnerischen Spiels, nicht im Aufbau der eigenen Kombinationen. An der Seite des "Mister Kompromisslos" Ambrosius wurde Marcel Franke immer besser und besser.

Mittelfeld: Neues System bringt Erfolg

Das Trainerteam machte sich viele Gedanken, verblüffte dann mit einer taktischen Entscheidung. Weg vom - von Chefcoach Eichner favorisierten - 4-3-3 System, hin zur Rautenformation im Mittelfeld. Eine mutige Entscheidung des Trainers.

Paul Nebel im Zweikampf mit Jerôme Gondorf.
Paul Nebel im Zweikampf mit Jerôme Gondorf. | Bild: Mia

Dahinter stand wohl die Überlegung, dass Eichner seine Topspieler Wanitzek, Breithaupt und Gondorf auf alle Fälle auf dem Platz haben wollte. Dass sich der junge Leihspieler Paul Nebel auf der Zehnerposition - er war eigentlich primär für die offensive Außenbahn verpflichtet worden - zu einem Leistungsträger entwickelte, ist eine weitere positive Überraschung der noch jungen Saison.

Sturm: Wer war dieser Hofmann?

Das ist der Überraschungsmannschaftsteil! Da wurde Mikkel Kaufmann vom HSV ausgeliehen. Simone Rapp für viel Geld aus der zweiten Schweizer Liga freigekauft. Dieses Duo sollte eigentlich den Abgang von Tormaschine Philip Hofmann kompensieren. Aber? Pustekuchen! Das Duo Malik Batmaz und Fabian Schleusener setzte sich durch.

Fabian Schleusener (KSC 24) am Ball
Fabian Schleusener (KSC 24) am Ball | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Beide trafen bereits ins gegnerische Gehäuse, beide harmonieren gut, beide arbeiten viel nach hinten. Allerdings wurde von beiden auch die eine oder andere gute Gelegenheit nicht genutzt. Dennoch kann der KSC die zweitbeste Offensive der Liga vorzeigen.

Das könnte Sie auch interessieren

Doch die bisher oft verletzten Kaufmann und Rapp konnten sich bei ihren (Kurz)-Einsätzen nicht so nachhaltig empfehlen, dass unbedingt einer von ihnen von Trainer Christian Eichner in die erste Elf beordert werden müsste.