Seit seiner Ankunft beim Karlsruher SC im Sommer 2019 hat sich Philipp Hofmann zum zuverlässigsten und wichtigsten Torjäger der Badener entwickelt. Bisher sind es 50 Tore in 100 Spielen für den KSC. Die Karriere des 29-Jährigen nahm in der Fächerstadt so wieder Schwung auf.

Hofmanns Traum würde sich erfüllen

So sehr, dass sich nun wohl der VfL Bochum - Erstligist und letztjähriger Aufsteiger - die Dienste des bulligen Stürmers gesichert hat. Für den KSC wäre es eine Hiobsbotschaft auf der Zielgeraden der Saison. Für Hofmann wäre es die Erfüllung des oft zitierten Traums von der Bundesliga. Im vergangenen Sommer war ein Wechsel ins Oberhaus noch gescheitert.

Philipp Hofmann (KSC 33) im Lauftraining.
Philipp Hofmann (KSC 33) im Lauftraining. | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Zwar steht eine offizielle Bestätigung des Wechsels noch aus, allerdings dürfen die KSC-Fans davon ausgehen, dass diese zeitnah erfolgen wird. Offiziell weiß der KSC aber noch nichts von einem Abgang.  Spätestens aber wenn der VfL den Klassenerhalt auch rechnerisch sicher hat, wird der Wechsel verkündet. Hofmann möchte sichergehen, dass sein Traum doch nicht in letzter Sekunde platzt und hat wohl auch deswegen einen Vertrag unterschrieben, der nur für die erste Liga gilt.

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Fünf Spieltage vor Saisonende steht der Revierklub mit 36 Punkten auf dem zwölften Tabellenplatz und hat zehn Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, hinzu kommt die deutlich bessere Tordifferenz im Vergleich zur Konkurrenz. Das Restprogramm der Bochumer scheint machbar: Freiburg, Augsburg, Dortmund, Bielefeld, Union Berlin - der sichere Klassenerhalt also nur noch Formsache. 

Nach Informationen von ka-news.de hatten neben dem VfL auch Mainz 05 und der FC Augsburg ein Auge auf die Tormaschine des KSC geworfen. Beide scheinen aber Abstand von einer Verpflichtung genommen zu haben. 

Hofmann im Duell mit VfL-Stürmer Polter

Welche Rolle Hofmann im Revier bekommt, muss sich zeigen. Beim VfL wird es der 195 Zentimeter große Stürmer mit Sebastian Polter zu tun bekommen. Polter ist ein ähnlicher Spielertyp wie der bisherige KSC-Torjäger und kommt in dieser Spielzeit auf acht Ligatore und ein Tor im DFB-Pokal. Beide werden sich wohl um den Platz im Bochumer Sturmzentrum duellieren. Wobei für Hofmann zunächst mal die Rolle des Herausforderers einnehmen soll.

Philipp Hofmann (KSC 33) im Sturm am Ball gegen Marcel Bär (Braunschweig 15)
Philipp Hofmann (KSC 33) im Sturm am Ball gegen Marcel Bär (Braunschweig 15) | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Bochums Trainer Thomas Reis bevorzugt - wie Christian Eichner - ein System mit einer Spitze. Hinzu kommt mit Simon Zoller ein weiterer Konkurrent, der aber auch auf den Flügel ausweichen könnte. Jürgen Locadia soll laut "kicker" den Verein im Sommer verlassen.

Wie geht es beim KSC weiter?

Derweil würde ein Abgang von Hofmann ein enormes Loch in den Kader von Christian Eichner reißen und Oliver Kreuzer müsste einen adäquaten Ersatz finden. Problem bei der Sache: Hofmann geht ablösefrei, die klamme KSC-Kasse wird nicht gefüllt und - so ist aus dem Wildpark zu hören - Hofmann gehörte trotz seiner Qualität und enormen Wichtigkeit nicht zu den Top-Verdienern.

Nach dem Angebot des SV Werder Bremen stellt auch Christian Eichner klar: "Phillip geht weiter für uns auf Torejagd."
Nach dem Angebot des SV Werder Bremen stellt auch Christian Eichner klar: "Phillip geht weiter für uns auf Torejagd." | Bild: Uli Deck/dpa/Archivbild

Der Wildpark-Klub würde also nur ein kleines Gehalt einsparen, sollte Hofmann gehen. Bei seinem neuen Verein soll Hofmann eine Million Euro pro Jahr kassieren. Pluspunkt für Kreuzer und Co: Man hatte nun eine Saison Zeit, sich auf einen bevorstehenden Abgang vorzubereiten. Dennoch dürfte es schwer werden, einen geeigneten Nachfolger - sowohl in sportlicher als auch in finanzieller Sicht - zu finden. 

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Noch sind das aber alles Vermutungen. Bis eine offizielle Bestätigung vorliegt, dürfen die Fans des KSC noch auf einen Verbleib hoffen. Auch wenn die Tendenz deutlich ist und  ein Wechsel die logische Folge für Hofmann und seine Ambitionen in Liga eins zu spielen wäre.