Wurde der 21-Jährige Rabold nominiert, damit ihn die KSC-Verantwortlichen unter Wettkampfbedingungen begutachten können und so mit dem bald 31 Jahre alten Routinier Ricardo van Rhijn, der auch Rechtsverteidiger ist und dessen Vertrag auch endet, vergleichen können? Um so zu entscheiden, ob - und falls ja - wer kommende Saison das KSC-Trikot tragen darf? Wessen Vertrag verlängert wird und wer rechts in der Viererkette der "Backup" für den gesetzten Marco Thiede wird?

Jannis Rabold (KSC 34)
Jannis Rabold (KSC 34) | Bild: ka-news.de

Aus KSC Kreisen war nur zu hören, dass man bei Rabold auch in Sachen Vertragsverlängerung nichts ausschließe. Bei allem Druck, den Jannis Rabold hatte, er hielt stand, enttäuschte nicht. In der Saison 2021/2022 kam das KSC-Eigengewächs auf drei Einsätze, über insgesamt 56 Minuten.

In der laufenden Spielrunde war es Einsatz Nummer zwei - und dabei erlebte der Youngster erstmals den Anpfiff auf dem Rasen. Schon nach 100 Sekunden musste er hellwach sein, war es und blockte einen Schuss der Hannoveraner ab.

Eine einhundertprozentige Zweikampfbilanz

Er hatte es oft mit Linton Maina, einem sehr schnellen 96ger, als Gegenspieler zu tun, zog sich meist ordentlich aus der Affäre. Doch beim 1:0 der Gastgeber hatte er "Aktien" drin, verhinderte die Flanke der Hannoveraner, die zur Führung führte, nicht.

Hin und wieder vermied Rabold es, wohl aufgrund der mangelnden Spielpraxis und des somit fehlenden Timings, in den direkten Zweikampf zu gehen, um nicht ausgespielt zu werden. Doch wenn er in ein direktes Duell ging, dann war er der Sieger. 

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Zweikampfbilanz: 100 Prozent. Er agierte oft mutig, war engagiert und versuchte immer wieder, sich ins Angriffsspiel der Badener einzuschalten. In Minute 14 erhielt er einen heftigen Schlag ins Gesicht. Aber: schütteln, aufstehen - weiter gings. Kurz vor Spielende hatte er nochmals eine richtig starke Szene.

Viele Leistungen - kein Foul

Der 1,72 Meter große Außenverteidiger zog einen Sprint gegen den späteren Torschützen Maximilian Beier an und konnte so in höchster Not retten. In der 86. Minute war Schluss, da wurde er ausgewechselt, Stürmer Stefano Marino durfte ran. Die Werte belegen, dass Rabold - trotz aller Nervosität - eine richtig ansprechende Leistung ablieferte.

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Er hat mehr als zehn Kilometer abgespult, dabei viele Sprints und schnelle Läufe hingelegt. Rabold brachte es auf 69 Ballkontakte, hatte eine Passquote von beachtlichen 88 Prozent. Zudem spielte er nie Foul. Gut genug für einen neuen Vertrag?

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