Die Daten werden über schnelle Lichtimpulse übertragen – statt wie beim Telefon-Kupferkabel, wo Elektronen als Impulsgeber die elektrischen Signale weiterleiten. Eine "reine" Glasfaser-Verbindung soll laut Telekom bis zu 1.000 Mbit Download-Geschwindigkeit pro Sekunde ermöglichen, dazu bis zu 200 Mbit Upload-Geschwindigkeit. Dies entspreche dem derzeitigen Bedarf, wie Telekom-Regio-Manager Klaus Vogel erläutert. Die Geschwindigkeiten seien auf Glasfaser jedoch beliebig skalierbar und könnten somit späteren Kundenbedürfnissen angepasst werden.

Telekom Service Forum Karlsruhe

Der Weg zur "durchgängigen" Glasfaser-Verbindung

Durchgängig war die Glasfaser-Verbindung bisher kaum möglich: Um zunächst schnelleres DSL-Internet zu ermöglichen, setzte die Deutsche Telekom vor knapp zehn Jahren auf sogenanntes Vectoring und Super-Vectoring, so Klaus Vogel: Glasfaserleitungen wurden bis zu den grauen Verteilerkästen am Straßenrand verlegt; von dort liefen die Verbindungen in einzelne Straßen, Häuser und Wohnungen per Kupferkabel weiter.

"Wir haben die Kupferstrecke damit deutlich verkürzt. Kupfer unterliegt der physikalischen Eigenschaft: Je länger der Weg, desto weniger Bandbreite kommt an", so Vogel. Die Zwischenlösung sei damals die einzige Möglichkeit gewesen, schnell "die größte Not in vielen Teilen der Republik zu lindern. Dadurch konnten schnell hohe Bandbreiten zu den Kunden gebracht werden. Das hat uns etwas Zeit verschafft, was gerne als Versäumnis gesehen wird." Er spricht das Phänomen an, dass einerseits Technologiesprünge gefordert wurden, andererseits die Digitalisierung in Deutschland insgesamt eine Zeit lang gestockt habe, wie er erklärt – wenngleich die Telekom mehrere Milliarden Euro pro Jahr investiert habe.

Aufgrund des Stands der Digitalisierung war die Zeit für "mehr" mitunter noch nicht reif: Er erinnert sich etwa an Pilotprojekte, wo beispielsweise in Rastatt bereits vor Jahren eine "reine" Glasfaser-Strecke getestet wurde. "Das wurde damals von den Kunden noch nicht in der Breite angenommen."

"Fiber to the Home"-Programm legt den Glasfaser-Zugang direkt zur Wohnung

Das Bewusstsein hat sich geändert, mittlerweile sind Glasfaser-Zugänge zudem erschwinglicher: Im Rahmen ihres "Fiber to the Home"-Programms will die Telekom aktuell eine durchgängige Glasfaserstrecke bis zum Kunden ermöglichen. Dazu baut der Dienstleister aktuell eine Infrastruktur auf, um Glasfaser von der Vermittlungsstelle direkt ins Haus des Kunden zu bringen, wenn sich der Eigentümer dafür entscheidet (Technische Hintergründe siehe unseren Mai-Artikel). Die Verkabelung von der Straße bis ins jeweilige Haus und in die Wohnung der Kunden ist im Rahmen der aktuellen Aktion kostenfrei.

"Absolut zukunftssicher und nach oben beliebig skalierbar"

Die Technik sei als Medium für künftige Technologiesprünge gerüstet, betont Klaus Vogel.  "Glasfaster ist das uns bekannteste schnellste Übertragungsmedium und somit nach oben skalierbar. Das bedeutet: Wir haben mit diesem Netz absolute Zukunftssicherheit. Momentan liegt der Standard praktisch bei ein Gigabit im Download. Sollte der Bedarf im Privatkundenbereich nach oben gehen, können wir hier beliebig skalieren. Im Geschäftskundenbereich existieren Individualprodukte, die über dieses Netz ebenfalls genutzt werden können. Da können wir bedarfsgerecht die Bandbreiten liefern."

Interviewpartner: Herr Vogel
Interviewpartner: Herr Vogel | Bild: DEUTSCHE TELEKOM

Keine Mehrkosten gegenüber der "Kupfer-Bandbreite"

Stichwort Preis: Durch die Möglichkeit, den Anschluss derzeit kostenlos zu bekommen, sei eine Glasfaser-Versorgung nicht unbedingt teurer als ein herkömmlicher Zugang. "Ich kann 50 oder 100 Mbit auf Glas nehmen und bezahlte keinen Cent mehr als für die gleiche Leistung auf Kupfer." Dazu sei der Zugang stabiler, mit geringeren Schwankungen der Bandbreite. Ein Mehrpreis entstehe nur bei höheren Bandbreiten, als auf Kupfer möglich ist.

Aktuell können im Privatkundenbereich die höheren Bandbreiten für Glasfaster-Pakete in mehreren Ausführen gebucht werden, darunter "Magenta Zuhause XXL" (bis zu 500 Mbit Download pro Sekunde, max. 100 Mbit/s Upload), samt Internet- und Telefonie-Flat. Bestands- und Neukunden profitieren hier von speziellen Aktionsangeboten. Das erste halbe Jahr kostet für Neukunden monatlich 19,95 Euro pro Monat, danach fallen 59,95 Euro monatlich an. Mit "Magenta Zuhause GIGA" werden bis zu einem Gigabit im Download- sowie 200 Mbit Upload-Geschwindigkeit pro Sekunde angeboten, für monatlich 79,95 Euro.

Hier gibt es mehr Infos und Möglichkeiten zur Buchung

Weitere Karlsruher Stadtteile werden versorgt

Die Südweststadt ist bereits versorgt, Weststadt und Mühlburg können vorab gebucht werden. Laut Klaus Vogel sollen die Arbeiten bis Ende März 2023 abgeschlossen sein. Ab Ende des dritten, Beginn des vierten Quartals dieses Jahres soll der Ausbau in der Oststadt und in Rintheim beginnen, 2023 folgt ein Ausbau der Südstadt.

Interessierte können sich unter der Hotline 0800/2266100 oder beim Telekom-Shop vor Ort beraten lassen.

Information gibt es in diesen 3 Telekom-Shops:

  1. Telekom Shop Ettlinger Tor Karlsruhe
  2. Telekom Shop, Kaiserstr. 189 Karlsruhe
  3. Telekom Shop Schenkenburgstr. 2, Karlsruhe
Bild: DEUTSCHE TELEKOM