Die Stadt Stutensee diskutiere darum eine Erweiterung des Stadtteiles Büchig nach Norden in den angrenzenden Lachwald. Das Gebiet entspräche den Bedürfnissen der Wohnraumsuchenden. "Bezahlbarer Wohnraum, wie ihn alle wünschen, kann hier beispielhaft realisiert werden", erklärt Verbandsdirektor Gerd Hager. Stadtbahnnähe, hohe Wohnqualität mit guter Nahversorgung und soziale Durchmischung seien attraktive Voraussetzungen.

Neubaugebiet als Ausnahmefall

Das beabsichtigte Neubaugebiet liegt in einer sogenannten Grünzäsur zwischen Blankenloch und Büchig. Diese zwischen Siedlungen gelegenen Freiräume dürften in der Regel nicht bebaut werden. Sie ermöglichen unter anderem die Vernetzung von Lebensräumen von Pflanzen und Tieren.

"Deshalb ist ein solcher Ausnahmefall nur unter besonderen Voraussetzungen diskutabel", erklärt Hager. Die verbleibende Fläche dürfe ihre funktionsfähige Größe nicht unterschreiten. Dem sollte ein umfängliches Ausgleichskonzept zugrunde liegen, das auch die umliegenden Freiräume unter den Aspekten Biotop- und Artenschutz sowie Freizeit- und Erholungsnutzung einbezieht.

Siedlungsdichte durch Bauformenvielfalt

Die bauliche Entwicklung müsse laut Hager Modellcharakter mit Vorbildfunktion haben. "Unser Anspruch liegt hier bei mindestens 100 Einwohnern pro Hektar, das wäre Wohnraum für rund 600 Neubürger". Voraussetzung sei eine flächensparende, nachfragegerechte Siedlungsdichte durch gemischte Bauformen, also Einfamilien- und Doppelhäuser genauso wie Geschosswohnungsbauten mit Mietobjekten. Aufgrund von unterschiedlichen Preislagen soll eine soziale Durchmischung gewährleistet sein.

Dateiname : Karte Wohngebiet am Lachwald
Dateigröße : 453420
Datum : 03.04.2017
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