Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die kommunale Rechtsaufsicht, wie aus einer Pressemeldung der Stadt Bruchsal hervorgeht.

Bruchsaler Anteil: 25,1 Prozent

Am 19. September 2012 wurde mit Gründung der Geothermie-Gesellschaft Bruchsal GmbH (GEO) als künftiger Betreiberin der Geothermie-Anlage in Bruchsal die Geschäftssparte Geothermie von der ewb abgespaltet. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum Jahresbeginn 2012 wurden die Geothermie-Aktivitäten in die GEO eingebracht, an der die SWB bislang mit 72,59 Prozent und die EnBW mit 27,41 Prozent beteiligt waren. Mit dem Konsortialvertrag wird die EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH 74,9 Prozent der Anteile an der GEO übernehmen, der Bruchsaler Anteil beläuft sich dann auf 25,1 Prozent.

Der Aufsichtsrat der GEO wird aus sechs Mitgliedern bestehen, von denen die EKB vier Aufsichtsratsmitglieder, die SWB neben der Oberbürgermeisterin ein weiteres Mitglied entsenden werden. Die Geschäftsführung geht entsprechend auf die EKB über.

Das Bruchsaler Geothermieprojekt wurde 1983 im Rahmen eines Gemeinschaftprojekts von Europäischer Union, dem Bund, dem Land Baden-Württemberg sowie der Energie- und Wasserversorgung Bruchsal GmbH ins Leben gerufen. 2005 mündete es in ein gemeinsam von der ewb und der EnBW Energie Baden-Württemberg AG geführtes Forschungs- und Entwicklungsprojekt. Im Dezember 2009 wurde das Geothermie-Kraftwerk Bruchsal als erstes Geothermie-Kraftwerk Baden-Württembergs in Betrieb genommen. Das Kraftwerk soll einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass Geothermie-Kraftwerke durch weitere Forschungs- und Entwicklungsarbeit langfristig wirtschaftlich betrieben werden können. Mit einer Leistung von 550 Kilowatt kann das Geothermie-Kraftwerk rund 1.200 Haushalte mit CO2-frei erzeugtem Strom versorgen.