Der Tunnel ist Teil des Aus- und Neubauprojekts der Rheintalbahn, die auch die Zulaufstrecke zum Gotthard-Basistunnel in der Schweiz ist. Damit soll die Bahnverbindung zwischen Nordsee- und Mittelmeerhäfen deutlich schneller und leistungsfähiger werden. Die Rheintalbahn ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Achsen im europäischen Eisenbahnnetz.

2017 hatte eine Havarie in der Unterquerung der bestehenden Rheintalbahn dazu geführt, dass darüber liegende Gleise absackten. Der Verkehr stand sieben Wochen still. Arbeiter pumpten Beton auf 160 Metern Länge in die Röhre, in der zunächst noch die Tunnelbohrmaschine steckte. Die Arbeitsgemeinschaft Tunnel Rastatt hatte die Maschine schließlich gewartet und geprüft, sodass sie zur Wiederaufnahme der Arbeiten am 18. Oktober 2021 betriebsbereit war, wie die Bahn mitteilte.

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Dank des eigens entwickelten Baukonzepts habe die "Sibylla-Augusta" die letzten 200 Meter bis zum Zielschacht sicher und ohne Störungen zurücklegen können. Die Arbeiten erfolgten während der vergangenen sieben Wochen im 24-Stunden-Betrieb, wie die Bahn mitteilte. Die Demontage der Maschine soll demnach bis Ende Mai 2022 abgeschlossen sein.