Anlässlich der Eröffnung des Zentrums für Präzisionstechnik an der Hochschule wird das Projekt in einer Ausstellung beleuchtet. In einem Container wird der Prozess der automatisierten Trennung von Seltene-Erden-Magnete aus Elektroschrott demonstriert. Beteiligt sind an dem Projekt mit einer Fördersumme von 13 Millionen Euro 19 Partner aus 7 Ländern, vom Recyclingunternehmen bis hin zu Firmen, die Magnete einbauen.

Metalle werden für neue Produkte verwertet

Im Rahmen des Projektes werden vier Pilotanlagen für die Produktion von 110 Tonnen magnetischer Produkte pro Jahr aufgebaut. Anstatt Ressourcen auf Deponien zu entsorgen, sollen die Metalle wieder in neue Produkte für den europäischen Markt eingebaut werden, etwa in E-Motoren, Wasserpumpen oder Lautsprecher. Magnete sind auch für Windräder unverzichtbar.

Elektroschrott liegt in einer Halle einer Recyclingfirma.
Elektroschrott liegt in einer Halle einer Recyclingfirma. | Bild: Marcel Kusch/dpa/Archiv

Seltene-Erden-Magnete haben eine hohe magnetische Energiedichte. Zu Seltenen Erden zählen Metalle wie Neodym, Dysprosium und Praseodym. Durch die Energiewende und zunehmende Elektromobilität steigt die Nachfrage nach ihnen. Seltene Erden sind knapp und stehen auf der Rangliste der kritischen Rohstoffe ganz oben. China hat über 90 Prozent des Angebots unter seiner Kontrolle. Mit recycelten Magneten könnte sich Europa unabhängiger machen.