Nach Angaben des Forums hatte der 2004 verstorbene jüdische Physiker Léon Gruenbaum in einer Studie die Verwicklungen der NS-belasteten Führungsriege des ehemaligen Kernforschungszentrum Karlsruhe um Rudolf Greifeld aufgedeckt. Greifeld war seinerzeit Wehrmachtschef im besetzten Paris gewesen.

Symposium - Von der Judenverfolgung bis zur Atompolitik

Mit dem Symposium will das Forum Gruenbaum posthum ehren, der mit seiner Familie im Dritten Reich nach Frankreich flüchten musste. Als ehemaliger Heisenberg-Schüler habe der Wissenschaftler bei seiner Tätigkeit im Kernforschungszentrum weitere rassistische Diskriminierungen erlebt. Es sei ihm gemeinsam mit Serge und Beate Klarsfeld gelungen Beweismittel ans Tageslicht zu fördern, die Greifeld dann letztlich zu Fall brachten.

Das Symposium am Samstag dauert von 10 bis 16 Uhr und umfasst Vorträge über Léon Gruenbaum und Rudolf Greifeld, zur Judenverfolgung in Baden und Frankreich, Nationalsozialisten im Nachkriegsdeutschland sowie zum Thema Atomwaffen. Veranstaltungsort ist das verdi-Haus in der Rüppurer Straße 1a.

Bereits am Freitag, 18. Oktober, zeigt der Arbeitskreis Kultur und Kommunikation (AKK) des AStA der Universität Karlsruhe (KIT) im Beisein von Beate Klarsfeld den Film "Die Hetzjagd" ("La Traque"). Hier geht es um die dramatische Spurensuche nach dem Nazi Klaus Barbie, dem so genannten "Schlächter von Lyon". Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Forums www.forum-ludwig-marum.de nachlesebar. Dort findet sich auch der Flyer für das Symposium.

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