Im Jahre 1983 wurde die Technologiefabrik als eines der ersten Gründerzentren Deutschlands von der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe (IHK) gegründet. Seitdem haben fast 300 Unternehmen ihre Anfangsphase in den rund 200 Räumen des Komplexes verbracht. Zurzeit haben über 69 Firmen ihren Sitz in den Fabrikgebäuden an der Haid- und-Neu-Straße und bieten über 400 Menschen einen Arbeitsplatz.

Neben der Bereitstellung der Infrastruktur, wie Konferenzräume oder Kopierer, stehen vor allem Beratung und Service im Vordergrund. Hier steht auch die IHK hilfreich zur Seite. Die Beratung funktioniert offenbar gut, die Erfolgsquote der Existenzgründer in diesem Haus liegt bei 97 Prozent. Gerade einmal acht Insolvenzen waren seit 1983 zu beklagen. Übrigens hat auch ka-news seine Anfangszeit hier verbracht, bevor der Umzug ins Waschhaus erfolgte.

Von 1883 bis 1982 war die Technologiefabrik noch eine tatsächliche Maschinenfabrik für Nähmaschinen. Zunächst als Reparaturwerkstatt geplant, wurde bald die Produktion aufgenommen. Zu den Hochzeiten wurden hier jährlich 20.000 Maschinen hergestellt, um 1900 verließ bereits die 500.000. Maschine das Werk. 1958 übernimmt die Singer AG die Firma. In den 1960er Jahren beginnen Rationalisierung, Modernisierung und Abbau der Belegschaft. 1968 wird ein Teil der Produktion nach Blankenloch verlegt. In der Oststadt gehen dadurch viele Arbeitsplätze verloren. 1982 wird die Fabrik stillgelegt.


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