9.000 Sitz- und Stehplätze standen bislang für Großveranstaltungen in der Europahalle an der Günther-Klotz-Anlage zur Verfügung. Bei Reihenbestuhlung im Innenraum waren es inklusive Tribünenplätzen immer noch rund 5.100 - genug Platz für Konzerte und Sportveranstaltungen. Doch damit ist jetzt erst einmal Schluss. Das jüngste Brandschutzgutachten zeigte erhebliche Defizite in den Bereichen Lüftung und Entrauchung auf.

Stadt: "Halle wurde regelmäßig untersucht"

Die Entscheidung der Stadt auf das von ihr in Auftrag gegebene Gutachten folgte prompt: Keine Großveranstaltungen mehr, Schul- und Vereinssport sollen weiterhin stattfinden. Aber, sind solche Mängel nicht auf lange Sicht erkennbar? "Wir haben die Europahalle schon immer regelmäßig untersucht und saniert", heißt es auf diese Frage von ka-news bei der Stadt. Bislang habe man speziell diese beiden Themen Entlüftung und Entfluchtung aber mit organisatorischen Maßnahmen in den Griff bekommen können.

Ob Sanierung oder gar Schließung der Halle anstehen - dazu kann die Stadt derzeit noch keine konkreten Angaben machen. Das Brandschutzgutachten liegt noch nicht in Gänze vor, die Stadt ist mit der Begrenzungsmaßnahme zunächst einer ersten Empfehlung des Gutachtens gefolgt, heißt es auf Nachfrage. Man müsse sich die Sachlage dann genau anschauen, bevor man sich über die Sanierung Gedanken machen könne. Fest steht: Für die Sanierung der Lüftungsanlage, muss die Halle komplett geschlossen werden - und zwar über mehrere Monate.

Spielt die BG künftig in der Messe Karlsruhe?

In enger Zusammenarbeit mit der Betreiberin der Halle, die Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH (KMK), arbeitet die Stadt derzeit daran, bereits geplante Veranstaltungen auf andere Hallen umzulegen. Ausgewichen wird auf die Schwarzwaldhalle und die Messe Karlsruhe.

In dieser könne man sich auch künftig sportliche Großereignisse wie das Indoor Leichathletik Meeting oder die Basketballspiele der BG vorstellen. "Wir haben die Rückmeldung erhalten, dass eine Umrüstung der Halle für Sportereignisse dieser Art grundsätzlich möglich ist", so die Stadtsprecherin.