Bis Sommer 2014 sollen nun weitere Verhandlungen geführt werden. Hauptproblematik dürfte dabei sein, dass es gilt, die bisher vage kalkulierten Ausgaben zu senken und gleichzeitig die Erträge zu steigern: Bisher geht man von rund 40 Millionen Euro Kosten im Gegensatz zu 15 bis 20 Millionen Euro Einnahmen aus. Zahlen, die nicht belastbar sind, aber dennoch eine Tendenz aufzeigen.

Noch muss also am detaillierten Konzept, auch zum Landerwerb, gefeilt werden, dennoch war man sich im Ortschaftsrat einig, dass dieser Beschluss ein großer Schritt in die richtige Richtung ist. Viel zu lange habe das Verfahren still gestanden, dass nun endlich und endgültig auf den Weg gebracht werden soll. Mit der jetzt beschlossenen Handlungsempfehlung für den Gemeinderat und dem damit verbundenen Auftrag für die Verwaltung, könnte schon im Frühsommer 2014 ein Grundsatzbeschluss kommen, dem dann erste Bebauungspläne folgen würden.

Neben dem einstimmigen Beschluss gibt der Rat ein weiteres Signal in Richtung Stadt: Mit einem Brief an OB Mentrup will man noch einmal auf Punkte hinweisen, die den Durlachern in Sachen Sportpark besonders am Herzen liegen. Dazu gehören die Themen Grunderwerb, Verkehrssituation und das Zielabweichungsverfahren, mit dem man die regionale Planung für dieses Gelände ändern muss, um die Bebauung möglich zu machen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung stellte Erich Leitmann vom Amt für Abfallwirtschaft (AfA) Chips vor, mit denen noch im Oktober die Restmüllbehälter ausgestattet werden. Sie dienen zur Identifikation und sollen in Zukunft die Verwaltung und Planung im AfA vereinfachen. Außerdem hofft man damit, so Leitmann, bisher nicht registrierte Tonnen aufzufinden und so die Gebührenregelung fairer und überschaubarer zu machen.

Marode Festhalle

Ebenfalls auf der Tagesordnung im Durlacher Ortschaftsrat stand der Zustand der Festhalle. Das Gremium hat den Eindruck, dass die Halle aufgrund des schlechten baulichen Zustands weniger genutzt werde und dass man langfristig nicht nur über eine Sanierung sondern auch über eine Umsiedlung nachdenken müsste. Das Amt für Hochbau- und Gebäudewirtschaft ließ erklären, dass man an der Festhalle nur noch Arbeiten durchführe, die deren Betrieb weiterhin garantieren, wie beispielsweise die Heizanlage, die im kommenden Haushalt für 190.000 Euro saniert werden soll. Aber auch dem Amt sind die Probleme der Lage, der Lärmbelastung und des Denkmalschutzes bekannt.

Man einigte sich darauf, im Bauausschuss ein Positionspapier für einen interfraktionellen Antrag zu erarbeiten, um damit Ideen für Nutzung, Sanierung und Standortfrage zu sammeln.

Dauerproblem Falschparker

Einmal mehr setzte sich der Ortschaftsrat auch mit den Parksündern auseinander, die den Durlachern schon lange große Sorgen bereiten. Mehr Schilder, neue Regelungen oder strengere Kontrollen – das waren die Lösungsmöglichkeiten, die man mit Siegfried Ried vom Ordnungsamt erörterte. Nun soll der Marktplatz zukünftig mit Fußgängerzonen-Schildern vor Falschparkern geschützt werden, zudem will man sich in einem Schreiben an die Durlacher Polizei wenden, um noch intensivere Kontrollen zu fordern.

Positive Zeichen für das Weiherhofbad

Nachdem in Durlach immer wieder Unkenrufe laut werden, die von einer Schließung des Weiherhofbades gehört haben wollen, haben die Grünen einmal nachgefragt, was denn in der Schließzeit während der Sommerferien repariert worden ist, und welche Arbeiten im Bad noch geplant sind. Die Bäderbetriebe gaben in ihrer Stellungnahme ausführlichst Auskunft und versprachen für das erste Halbjahr 2014 zudem umfangreiche Sanierungsarbeiten im Sanitärbereich des Bades. Allein in den Sommerferien wurden rund 55.000 Euro in technische Neuerungen und Optimierungen investiert worden. Im Zuge der geplanten Sanierung werde auch über einen rollstuhlgerechten Sanitärraum nachgedacht. Man will die Anlagen dann zudem so umgestalten, dass der Weg von der Umkleide direkt und obligatorisch durch die Dusche in die Schwimmhalle führt.