Der Südwestrundfunk (SWR) ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts und 1998 aus dem Zusammenschluss des Süddeutschen Rundfunks und des Südwestfunks hervorgegangen.
Seine Aufgabe ist es, sowohl für, als auch von seinen Sendegebieten zu berichten, zu recherchieren und zu informieren.
Dieses Sendegebiet erstreckt sich über ganz Baden-Württemberg, die Pfalz und Süd-Hessen. Doch nun hat die Landesvereinigung Baden in Europa in einem Brief an den Chefintendanten des SWR, Peter Boudgoust, beanstandet, dass der SWR "nicht ausgewogen aus allen Teilen des Landes Baden-Württemberg" berichte. Seine Aussage begründet der Vorsitzende des Vereins, Robert Mürb, auf eine von der Landesvereinigung selbst durchgeführten Untersuchung.
So habe der Verein beispielsweise festgestellt, dass die Landesschau Baden-Württemberg im Fernsehprogramm SWR-Fernsehen nach wie vor badische Landesteile benachteilige und der Radiosender SWR 4 Bodensee-Radio gerade noch 90 Minuten für regionale Berichterstattung zur Verfügung habe.
Zu viel VfB statt KSC
Außerdem fragt Mürb Boudgoust in Anlehnung an den SWR-Slogan "Baden-Württemberg - da sind wir daheim", ob "hier der Landesregierung mehrere Minuten unbezahlte Werbung eingeräumt würden", da diese Parole sehr an den, im Radio schwäbisch ausgesprochenen, Wahlspruch der Regierung "Wir können alles außer Hochdeutsch" erinnere.
Mürb kritisiert außerdem, dass sich die schwäbische Sprachfärbung durch viele Teile der SWR-Programme ziehe, dass das in Baden liegende Obere Donautal als "Schwäbischer Grand Canyon" bezeichnet würde, dass bei der Sportberichterstattung dem VfB Stuttgart mehr Sendezeit zugestanden werden würde, statt eines Beitrags über den Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC. Auch dass Baden auf der Wetterkarte kleiner dargestellt sei, als es tatsächlich wäre und dass zahlreiche Szenen des "Tatort" zwar in Stuttgart und Konstanz spielen, aber in Karlsruhe gedreht würden, bemängelt die Vereinigung.
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