Startseite
Icon Pfeil nach unten
Karlsruhe
Icon Pfeil nach unten

Karlsruhe: Traurige Nachrichten aus dem Zoo: Nach längerer Verletzung muss Eisbärin Nika eingeschläfert werden

Karlsruhe

Traurige Nachrichten aus dem Zoo: Nach längerer Verletzung muss Eisbärin Nika eingeschläfert werden

    • |
    • |
    Traurige Nachrichten aus dem Zoo: Nach längerer Verletzung muss Eisbärin Nika eingeschläfert werden
    Traurige Nachrichten aus dem Zoo: Nach längerer Verletzung muss Eisbärin Nika eingeschläfert werden Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

    Nachdem sie bereits über einen längeren Zeitraum eine Gelenkveränderung am rechten Hinterfuß mit einer offenen Wunde darüber hatte, wurde Nika Anfang Oktober nochmals in Narkose von mehreren spezialisierten Veterinären untersucht. "Wir haben versucht, mit verschiedenen Behandlungsmethoden eine Besserung herbeizuführen", berichtet Zootierärztin Julia Heckmann

    Nika hatte sich an der Haut über der Gelenkveränderung in der Vergangenheit durch Kratzen und Reiben offene Stellen zugefügt, die sich nicht mehr geschlossen hatten. Die Tierpfleger rund um Revierleiter Moritz Ehlers haben bereits seit längerer Zeit ein Medical Training mit den Eisbären Nika und Kap einstudiert, so waren die täglichen Behandlungen am Hinterfuß überhaupt erst möglich geworden, heißt es von Seiten des Karlsruher Zoos.

    Behandlungen haben nicht angeschlagen

    Die Behandlungen haben jedoch nicht zum Erfolg geführt, die Situation habe sich durch eine Wundinfektion seitdem sogar verschlechtert. Am frühen Morgen habe man Nika erneut in Narkose gelegt, das Ergebnis habe die schlechten Aussichten für die Bärin bestätigt.

    "Eisbären lassen sich im Gegensatz zum Menschen Schmerz nicht direkt anmerken. Wir haben deshalb entsprechende Medikamente gegeben, um das Tier während der Behandlungsphase weitestgehend schmerzfrei zu halten. Wir hatten am Ende alle Optionen ausgeschöpft", so Heckmann.

    Nika lebt seit 2002 in Karlsruhe.
    Nika lebt seit 2002 in Karlsruhe. Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

    "Jetzt mussten wir uns dafür entscheiden, das Tier einzuschläfern, da es auf Dauer stark gelitten hätte", erklärt Zoodirektor Matthias Reinschmidt. Er habe die endgültige Entscheidung gemeinsam mit den Veterinären und dem Revierleiter gefällt. "Dass es Nika nichts geholfen hat, schmerzt uns sehr. Aber niemand wollte das Tier leiden sehen. Das Einschläfern war somit unumgänglich. Für uns als Tierpfleger, die täglich mit ihr zusammen waren, ist es dennoch sehr hart", erklärt Revierleiter Ehlers. Die Bärendame wurde im Jahr 2000 im Tiergarten Schönbrunn in Wien geboren und lebte seit 2002 in Karlsruhe.

    Diskutieren Sie mit
    0 Kommentare
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden