Tipps zum Schutz vor Hitze:
- Ausreichend trinken – auch ohne Durstgefühl.
- Räume möglichst nur spätabends, nachts und frühmorgens lüften.
- Tagsüber Fenster geschlossen halten, Räume abdunkeln (z. B. mit Vorhängen oder Rollläden).
- Leichte, luftdurchlässige Kleidung tragen.
- Im Bett möglichst nur ein Laken als Zudecke verwenden.
- Kühlung durch Fuß- und Armbäder mit kühlem oder lauwarmem Wasser.
- Bei gefährdeten Personen regelmäßig die Körpertemperatur messen. Bei Temperaturen über 39 °C umgehend ärztlichen Rat einholen.
- Besonders gefährdete Menschen im Blick behalten – auch in der Nachbarschaft oder dem Bekanntenkreis.

Nicht nur ältere Menschen sind betroffen, auch für Jüngere kann die Sommerhitze zur Belastung werden. Deshalb gilt:
- Auf größere sportliche Aktivitäten während der heißen Tagesstunden verzichten.
- Bewegung in die frühen Morgenstunden oder auf den späten Abend verlegen.
- Kinder und Jugendliche in Schulen, Kindergärten und Vereinen bei Temperaturen über 30 °C nicht zu sportlichen Höchstleistungen anleiten.
- Bei hoher Ozonbelastung ungewohnte und starke Anstrengungen im Freien – insbesondere mittags und nachmittags – vermeiden.
- Die klare Empfehlung: Bei extremen Temperaturen sollten sportliche Belastungen im Freien vermieden werden – zum Schutz der Gesundheit aller Beteiligten.

Aus den Erfahrungen des "Hitzesommers" 2003 weiß man, dass insbesondere aufgrund der fehlenden nächtlichen Abkühlung bei mehreren tropischen Nächten über 20 °C in Folge viele alte Menschen in Mitteleuropa an Überhitzung (Hyperthermie) gestorben sind – auch in Karlsruher Pflegeheimen hat es damals Todesopfer gegeben.
Verlässliche Aussagen über das Geschehen im häuslichen Bereich existieren nicht. Eine wissenschaftliche Studie hat jedoch ergeben, dass insbesondere die Bettlägerigkeit von alten Menschen in schlecht klimatisierten Wohnungen ein Risikofaktor ist, eine Überhitzung zu entwickeln.